Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Bauwerke würden regelmäßig kontrolliert und jedes Jahr fänden Besichtigungen statt

Ministerium
„In Brandenburg sind die Brücken sicher“

Brücke bei Werbig in Märkisch-Oderland
Brücke bei Werbig in Märkisch-Oderland © Foto: Johann Müller
dpa / 16.08.2018, 12:16 Uhr - Aktualisiert 16.08.2018, 12:36
Potsdam (dpa) Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua mit rund 40 Toten wirft auch die Frage nach der Sicherheit von Brücken in Deutschland auf. In Brandenburg sieht das Verkehrsministerium keine Gefahren.

Das Brandenburger Verkehrsministerium sieht keine Gefahren durch möglicherweise marode Brückenbauwerke. „In Brandenburg sind die Brücken an Bundes- und Landesstraßen sicher“, teilte das Ministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Bauwerke würden regelmäßig kontrolliert und jedes Jahr fänden Besichtigungen statt. Im Brandenburger Straßennetz gibt es nach Angaben des Ministeriums 2576 Brücken, darunter gut 1000 an Bundesautobahnen, knapp 800 an Bundesstraßen und 750 an Landesstraßen.

Lediglich bei weniger als 1 Prozent der Brücken an Bundes- und Landesstraßen gebe es auf Grund des Zustands der Brücken Einschränkungen für die Belastung durch den Verkehr. „Und Schwerlasttransporte bedürfen ohnehin einer gesonderten Genehmigung, um Strecken und Brücken befahren zu dürfen“, so das Ministerium. Bei den Brücken an den Autobahnen gebe es keinerlei Einschränkungen auf Grund des baulichen Zustands für den Lkw-Verkehr.

Neben den alljährlichen Besichtigungen gebe es alle drei Jahre eine einfache Prüfung der Brücken und alle sechs Jahre eine Hauptprüfung, sagte Ministeriumssprecher Michael Brentrup. Damit werde durch den Landesbetrieb Straßenwesen sichergestellt, dass Mängel und Schäden rechtzeitig erkannt und behoben würden. 99 Prozent der Brücken an den Bundesautobahnen hätten einen guten bis ausreichenden Bauwerkszustand, bei den Bundesstraßen seien die 96 Prozent und bei den Landesstraßen 88 Prozent.

Im italienischen Genua war am Dienstag während eines schweren Unwetters die 40 Meter Morandi-Brücke auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt. Dabei kamen rund 40 Menschen ums Leben. Die Brücke ist Teil der Autobahn 10, die eine wichtige Verbindungsstraße nach Südfrankreich, in den Piemont und die Lombardei ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG