Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

zum Brückenzustand
Augen zu und rüber

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Andreas Wendt / 16.08.2018, 21:00 Uhr - Aktualisiert 16.08.2018, 21:27
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wer mit offenen Augen durch Brandenburg fährt, sieht sehr wohl, wie es um die Infrastruktur im Land bestellt ist. Wenn das Verkehrsministerium jetzt behauptet, weniger als ein Prozent der Brücken an Bundes- und Landesstraßen seien in einem besorgniserregenden Zustand, werden die maroden Eisenbahnbauwerke einfach ausgeblendet – und um die ist es wirklich schlecht bestellt.

Das Durchschnittsalter dieser „Zugbrücken“ liegt bei 86 Jahren – da stellt sich gar nicht erst die Frage nach deren Zustand. Nur: Diese Brücken gehören der Deutschen Bahn und fallen nicht in die Zuständigkeit des Verkehrsministeriums. In Brandenburg ist von 800 Bauwerken jedes zehnte sanierungsbedürftig, was die Bahn ja auch weiß.

Dies verschweigt das Verkehrsministerium. Stattdessen bemüht man sich in Potsdam lediglich, die berechtigte Kritik der Grünen-Chefin zu entkräften. Brandenburg hat ein Brückenproblem. Das nicht nach dem Motto „Augen zu und rüber“ zu lösen ist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG