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Verärgerte Anwohner
Straßennamen zwischen Malz und Friedrichsthal führen in die Irre

Verwirrende Beschilderung: Jean Kundt und ihre Kinder Ben und Josi zeigen nach links, wo der Friedrichsthaler Weg entlang führt. Das Schild weist aber auch das Wegstück hinter ihr so aus. Dabei müsste dieser Abschnitt „Am Malzer Kanal“ heißen, sagt Jean Kundt.
Verwirrende Beschilderung: Jean Kundt und ihre Kinder Ben und Josi zeigen nach links, wo der Friedrichsthaler Weg entlang führt. Das Schild weist aber auch das Wegstück hinter ihr so aus. Dabei müsste dieser Abschnitt „Am Malzer Kanal“ heißen, sagt Jean Kundt. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 17.08.2018, 17:13 Uhr
Malz/Friedrichsthal (MOZ) Für Verwirrung sorgt die Ausschilderung von Straßen in Malz an der Gemarkungsgrenze zu Friedrichsthal. Das führt immer wieder dazu, dass die Deutsche Post oder andere Lieferdienste nicht korrekt zustellen können. Oft kommt die Post gar nicht an oder nach Beschwerden gleich säckeweise.

Darüber klagt Jean Kundt, die seit einem guten Jahr mit ihrer Familie in der Straße Am Malzer Kanal zu Hause ist. „Diese Straße ist geteilt. Wir wohnen an der verlängerten Keithstraße, die aber auf den letzten 100 Metern plötzlich zum Friedrichsthaler Weg wird. Eigentlich müsste dieses letzte Wegestück aber ,Am Malzer Kanal’ heißen“, sagt Jean Kundt. Weil das nicht so ist, komme es immer wieder zu Irritationen. Der ständige Wechsel von Zustellern erschwere das Ganze außerdem.

Selbst wichtige Post von Behörden oder auch Pakete der unterschiedlichsten Anbieter würden oft nicht zugestellt, weil deren Mitarbeiter wegen der verwirrenden Ausschilderung die Adressaten nicht fänden, kritisiert Jean Kundt. „Die Post kommt gar nicht an oder der Empfänger ist verzogen, heißt es dann. Ganze Paketsendungen und sogar große Lkw-Lieferungen gingen wieder zurück an die Absender“, sagt die Malzerin. Nach einer Beschwerde bei der Post habe sie einen riesengroßen Sack voll Post nachgeliefert bekommen. Jean Kundt weiß, dass es auch ihren Nachbarn – rund ein Dutzend bebauter Grundstücke liegen in dem  besagten Straßenstummelstück – so ergeht. Auf eine Beschwerde-E-Mail an die Stadtverwaltung sei bisher keine Antwort aus dem Rathaus erfolgt.

Wer „Am Malzer Kanal“ in sein Navigationsgerät eingebe, der lande an der Gaststätte Waldschlösschen. Die Straße „Am Malzer Kanal“ führt dort als gepflasterter Fußweg unmittelbar am Kanal entlang. Mit Kraftfahrzeugen lässt sich diese Strecke unter schattigen Bäumen jedoch nicht befahren. Deshalb haben fast alle Anlieger zu dieser Seite ihres Grundstücks, das sie von dort nur zu Fuß erreichen können, die Zugänge versperrt. Auch die Briefkästen und Hausnummern sind inzwischen an der südlichen Grundstückseite angebracht, die allein mit Kraftfahrzeugen zu erreichen ist.

Jean Kundt ist der Meinung, dass das verlängerte Ende der Friedrichsthaler Keithstraße „Am Malzer Kanal“ heißen müsste. Irgendjemand hat das mit roter Farbe auch auf einen Elektrokasten gemalt. Der Schriftzug ist schon ein wenig verblasst. Das Straßenschild davor allerdings sagt klar, dass es sich dort offiziell um den Friedrichsthaler Weg handelt. Der schlägt dort gewissermaßen sogar Haken, knickt ab und stößt auf den Friedrichsthaler Weg, der eigentlich die Verbindung von der Schleuse Malz am Wald entlang zur Friedrichsthaler Grabowseestraße darstellt.

„Wir erwarten einfach, dass diesem Wirrwarr durch eine klare Benennung endlich ein Ende gemacht wird“, sagt Anliegerin Kundt. Bürgermeisterreferent Gilbert Collé räumt nach einem Blick auf die Karte und in das Geodatensystem ein, „dass die Straßenbenennung Friedrichsthaler Weg wegen dessen kuriosen Verlaufs  für Ortsunkundige schon verwirrend ist“. Das aber sei die offzielle Widmung dieses Straßenzuges in Malz an der Gemarkungsgrenze zu Friedrichsthal. Eventuell könne ein Zusatzschild am Ende der Keithstraße für bessere Aufklärung sorgen, schlägt der Referent vor. „Wir werden das in der Verwaltung nochmals näher prüfen und kommen dann sicher zu einer Lösung, die für alle Seiten hilfreich ist“, sagt  Collé.

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