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Marimba
Sommerkonzert in der Klosterkirche

Nicht nur zuhören, selbst musizieren: Nach dem Konzert konnten die Zuhörer unter Anleitung von Matthias Krohn (rechts) der Marimba selbst ein paar Töne entlocken.
Nicht nur zuhören, selbst musizieren: Nach dem Konzert konnten die Zuhörer unter Anleitung von Matthias Krohn (rechts) der Marimba selbst ein paar Töne entlocken. © Foto: Eckhard Handke
Eckhard Handke / 17.08.2018, 17:52 Uhr
Neuruppin Beim achten Sommerkonzert in der Neuruppiner Klosterkirche bekamen die fast 100 Besucher eine selten gehörte Kombination von Instrumenten zu Gehör. Kantor Matthias Noack ging bei seiner Begrüßung auf die Anfänge der Instrumente ein, die ausschließlich aus Holz waren. Welche außergewöhnlichen Klangbilder verschiedene Holzarten erzeugen, konnte das Publikum am Konzertende selbst einmal an der Marimba mit dem Schlägel ausprobieren.

Doch zuvor ließen sich die Konzertgäste vom facettenreichen Programm des Orbis Duos, welches Page Woodworth (Violine) und Matthias Krohn (Marimba) mit Musik zwischen Himmel und Erde umschrieben, zum Genießen und Träumen animieren. Zum Auftakt spielte das Duo zwei Eigenkompositionen von Matthias Krohn mit den Titeln „Querkopf“ und „Orbis Magicus“. Die Komposition „Asturias“, die Isaac Albeniz (1860 bis 1909) im Jahre 1886 eigentlich für Klavier und Gitarre geschrieben hat und die der Landschaft Spaniens huldigt, hat Matthias Krohn für sein Instrument spielbar angepasst.

Page Woodworth ließ schönes Wetter bei ihren Soloauftritt mit der Sonate Op. 31, Nr.2, 1. Satz von Paul Hindemith (1895 bis 1963) in den Sinn kommen. Im Anschluss gab es Regen, denn Matthias Krohn spielte „Rain Dance“ von Alice Gomez und Marilyn Rife. Da konnte jeder die vier Schlägel, mit denen er seine Marimba die Töne entlockte, kaum noch verfolgen. Hörenswert war eine Adaption der Komposition „Méditation“ die Jules Massente (1842 bis 1912) im Jahre 1894 für Geige und Harfe schrieb. Den Part der Harfe übernahm bei diesem Konzert die Marimba, dafür gab es extralangen Applaus. Und auch mit traditioneller Musik aus England, Irland und Schottland erfreute das Orbis Duo an diesen Abend sein Publikum in Neuruppin.

Mit „A Little Prayer“ – einer neuzeitlichen Komposition von  Evelyn Glennie aus dem Jahre 1994 – sollte das Konzert enden. Das Publikum spendete allerdings solange Beifall, bis die Zugabe kam und das Duo mit den Gästen den musikalischen Kreis schließen konnte.

Am kommenden Dienstagabend spielt der „Fahrradkantor“ Martin Schulze aus Frankfurt/Oder an der Orgel. Sein Programm ist mit „Toccatissimo“ betitelt und beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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