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Kleingarten
Grünes Paradies mit riesigen Sonnenblumen

Stattlicher Wuchs: Diese Riesensonnenblumen von locker 4,50 Meter Höhe sind gegenwärtig Connie Meijers ganzer Stolz in ihrem Malzer Kleingartenparadies.
Stattlicher Wuchs: Diese Riesensonnenblumen von locker 4,50 Meter Höhe sind gegenwärtig Connie Meijers ganzer Stolz in ihrem Malzer Kleingartenparadies. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 17.08.2018, 17:59 Uhr
Malz (MOZ) Schon seit ihrer Kindheit hat Connie Meijer Spaß an Gartenarbeit. Gern erinnert sie sich an die Zeit zurück, als sie im Schulgarten ihrer Geburtsstadt Rotterdam  mit gärntnern durfte. Das ist lange her. Seit 26 Jahren lebt sie in Berlin, war als Diplom-Sozialarbeiterin und Heiltherapeutin beschäftigt und arbeitet als Honorarkraft noch beim Krisendienst in Pankow mit.

„Schon in den 1990er-Jahren wurde der Wunsch wieder stärker, sich einen Garten zuzulegen. Allerdings nicht direkt in Berlin“, sagt Connie Meijer. Da kam ihr der Zufall zur Hilfe. An einer Kaufhalle stieß sie auf einen Aushang, dass in Malz ein Kleingarten zu pachten wäre. „Da wurde nicht lange gezögert, sondern ein Vertrag perfekt gemacht“, sagt sie. Das war vor17 Jahren. Oranienburg mit seinen niederländischen Wurzeln, auf die die Oberhavel-Kreisstadt besonders stolz ist, kannte Connie Meijer damals bereits.

Im Oranierjahr 1999, als Königin Beatrix der Stadt an der Havel die Ehre ihres Besuchs erwies, war auch Connie Meijer mit ihrer Mutter in der ersten Reihe der Zuschauer dabei. Kurfürstin Louise Henriette von Oranien, Namensgeberin der Stadt, die als junge Kurfürstin Siedler aus ihrer Heimat  ins vom Dreißigjährigen Krieg noch darniederliegende Brandenburg holte, sorgte für neue Impulse in der Landwirtschaft und im Gartenbau, brachte Handel und Wandel wieder in Schwung. Der Geist des Goldenen Zeitalters schien damals vom westlichen Nachbarn im späteren Preußen angekommen zu sein.

Ein Stück davon atmet auch der Kleingarten von Connie und Jan Meijer in Malz. Überwiegend Berliner sind dort Pächter in den verschiedenen Kleingartenkolonien. Im Garten der Meijers sprießt, blüht und gedeiht es in einer großen Vielfalt besonders üppig. Verschiedene Tomatensorten, eine exotische, australische ist auch dabei, versprechen reiche Ernte, ebenso die Brombeeren, die sich an einem Gitter hochranken, genau wie die unzähligen Gurken, die das Gewächshaus komplett eingenommen haben. Auf dem Kompost breiten sich Kürbisse aus. Äpfel- und Birnenbäume sitzen voller Früchte und sogar ein Topinambur-Strauch streckt sich in die Höhe.

„Wir experimentieren viel und freuen uns über alles, was hier so schön wächst“. Ihr ganzer Stolz sind die Sonnenblumen. Sie ragen locker stattliche 4,50 Meter in den blauen Himmel, leuchten auf der einen Seite gelb und auf der anderen Seite orange daher. „Wir haben nur ein paar Samen ausgelegt und nicht gedüngt“, sagt Connie Meijer. Allein mit Wasser wurde in diesem tropischen Sommer nicht gegeizt. Ein Brunnen und die im Boden installierte automatische Bewässerung sorgen offenbar stets für die richtige Dosis.

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