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Aktion
E.dis-Leute streichen Kita-Fassade

Sie haben ihre Schreibtische verlassen: Führungskräfte der E.dis malern selbst. Die kostenlose Aktion soll die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region zeigen. Und es bereitet ihnen sichtliches Vergnügen.
Sie haben ihre Schreibtische verlassen: Führungskräfte der E.dis malern selbst. Die kostenlose Aktion soll die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region zeigen. Und es bereitet ihnen sichtliches Vergnügen. © Foto: Oliver Schwers
Oliver Schwers / 19.08.2018, 06:00 Uhr
Gramzow (MOZ) Das Bild ist selten: Mit dem Pinsel in der Hand streichen Führungskräfte der E.dis die Fassade der Gramzower Kita. Der unerwartete Hilfseinsatz soll die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region demonstrieren. Also kein Geld spenden, sondern selbst anpacken.

Mieten kann man die schnelle Truppe leider nicht. Das hat sich das Amt Gramzow bestimmt gedacht, als die elf E.dis-Leute mit Arbeitskleidung, Pinsel und Farbe froh gelaunt aufs Baugerüst stiegen. Der kostenlose Arbeitseinsatz unter dem Motto „Führungskräfte packen an“ bescherte der Kindertagesstätte „Klosterstrolche“ in Gramzow eine komplett neue Fassade. Das langgestreckte Gebäude wurde vor etlichen Jahren renoviert, war aber mittlerweile wieder stark bedürftig. Aufgrund anderer Prioritäten im Ort wäre auch so schnell keine Farbgebung bewilligt worden. Also griffen Elektroingenieure, Kaufleute, IT-Spezialisten und Marketingexperten der E.dis-Gruppe zum ansonsten ungewohnten Dienstwerkzeug und rückten an.

Der Elan war ihnen anzumerken: Bei bestem Streichwetter und hervorragendem Arbeitsklima legten sie ein rekordverdächtiges Tempo vor. Schon am ersten Tag waren gleich mehrere komplette Außenwände geschafft, obwohl nur eine Außenseite geplant war. Antje Lobback vom Amt Gramzow, die ihren in den Urlaub verreisten Chef vertrat, wollte sich nicht lumpen lassen, griff ebenfalls zum Pinsel und malerte den Dachkasten der Kita. Selbst ist die Frau. „Zu Hause mache ich das auch allein“, so Antje Lobback.

Die Rüstung wurde vom Amt gestellt, um dem Tatendrang der E.dis-Helfer freie Bahn zu schaffen. Auch die Farbe zahlte die Verwaltung. E.dis spendete noch 500 Euro für Material. Die Malerfirma Hohaus aus Schwedt brachte Arbeitsgeräte wie Malerrollen, Pinsel und Bürsten.

Die Aktion „Führungskräfte packen an“ hat bereits eine Tradition. Es geht um die Unterstützung sozialer Einrichtungen im Gebiet des Energieunternehmens. Ohne Geld zu spenden, erledigen die sonstigen „Schreibtischtäter“ für alle sichtbar praktische Tätigkeiten. So wurde bereits in der Vergangenheit an einer Templiner Schule ein Zaun erneuert. In der Schorfheide errichtete man einen Sinnesparcours auf einem Kindergelände. Die eigenen Gebäude des Unternehmens aber fasst die freiwillige Baubrigade natürlich nicht an, das erledigen Fachfirmen. Vermutlich wäre das auch mit den Gehältern nicht vertretbar.

„Wir sind es gewohnt zuzupacken“, strahlt Peter Klein, Leiter Betrieb Verteilnetze Uckermark-Barnim. „Die Leute sind mit Engagement und Freude dabei.“ Verpflegung und Versorgung übernimmt die Kita.

Im Anschluss an die Arbeitseinsätze treffen sich die Führungskräfte zu internen Arbeitsbesprechungen zu aktuellen Unternehmensfragen. „Die E.dis-Gruppe ist in der Region fest verwurzelt und möchte mit diesen Arbeitseinsätzen die Bereitschaft deutlich machen, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagt Regionalbereichsleiter Frank Schurade nach getaner Arbeit.

Eltern und Passanten staunten an diesen beiden Tagen nicht schlecht über die Aktion an der Kita. „Wir sind begeistert von der Unterstützung“, sagt Kita-Leiterin Josephine Röthke. An sanierungsbedürftigen Fassaden für weitere Einsätze mangelt es nicht.

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