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Mitten im Falkenhagener Ortsteil Regenmantel hat vermutlich ein Wolfsangriff stattgefunden: Zwei Schafe sind gerissen.

Tierangriff
Wolfsriss auf der Koppel hinterm Wohnhaus

Vermutlich war’s der Wolf: Alexander Saß an dem gerissenen Bock seiner kleinen Regenmanteler Heidschnuckenherde.
Vermutlich war’s der Wolf: Alexander Saß an dem gerissenen Bock seiner kleinen Regenmanteler Heidschnuckenherde. © Foto: Johann Müller
Ines Weber-Rath / 22.08.2018, 21:15 Uhr - Aktualisiert 25.08.2018, 10:03
Regenmantel (MOZ) Fast genau vier Wochen sind seit dem Wolfsangriff auf eine Herde des Frankfurter Schäfers Udo Felgendreher auf einer Koppel zwischen Lietzen und Falkenhagen vergangen, dem 30 Schafe und Ziegen zum Opfer fielen. Nun gab es vermutlich den nächsten Wolfsangriff – mitten im Falkenhagener Ortsteil Regenmantel. Diesmal hat es die kleine Heidschnucken-Herde getroffen, die Familie Saß auf einer Koppel hinter ihrem Haus an der Dorfstraße hält. Als ihr Mann morgens, bevor er auf Arbeit fuhr, wie immer nach den Schafen sah, habe er zwei tote, übel zugerichtete Tiere entdeckt. Darunter den Bock, „der wohl seine Damen beschützen wollte“, berichtet Carmen Saß (53).

Der fast zwei Meter hohe, zusätzlich durch einen Elektrozaun geschützte Wildzaun um die Koppel sei unbeschädigt, der Wolf müsse sich wohl durchgebuddelt haben, meint die Regenmantelerin, die umgehend das Veterinäramt und den Rissgutachter des Landesumweltamtes informiert hat. Der Gutachter war am Mittwochnachmittag vor Ort. Drei verletzte Schafe wurden vom Tierarzt versorgt. Carmen Saß macht sich Sorgen, vor allem wegen ihres im Haus lebenden Enkelkindes.

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Ignaz Koslowski 23.08.2018 - 10:59:11

Wolfsriß

Die Familie Saß wird sicherlich stolz darauf sein, ihren Beitrag zum Schutz und der Ansiedlung der Wölfe in unserem Land leisten zu dürfen. Führende Tierschützer aus Küstrin-Kietz sagen, daß der verantwortungslose Leichtsinn den die Tierhalter hier an den Tag legten, ihre schutzbefohlenen Heidschnucken lediglich mit einem nur zwei Meter hohen Elektrozaun zu "schützen", Ursache des Tierverlusts ist. Das war ja eine Einladung für jeden Wolf, der sich dann nur artgerecht verhalten und seine Persönlichkeit entfaltet hat. Berlin ist doch gar nicht so weit weg, da kann sich Familie Saß die Überreste der Berliner Mauer ansehen, diese beweist, daß man selbst unter den eingeschränkten Möglichkeiten der DDR-Wirtschaft durchaus handfeste Einfriedungen bauen konnte, an denen sich auch der Wolf die Zähne ausbeißen würde. Ein wenig Eigeninitiative muß man von den Tierhaltern schon verlangen dürfen, sagen die Fans der knuddeligen und niedlichen Wölfe. Dieser Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten.

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