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Freiwilligendienst
Die neue Bufdi kommt aus Ostsibirien

Die aktuellen Bufdis in der Jugendherberge und ihre Chefs: Marco Kletzsch (Leiter), Karen Klatz, Paul Liebenau und Eckhard Rockstädt (Leiter, v.l.)
Die aktuellen Bufdis in der Jugendherberge und ihre Chefs: Marco Kletzsch (Leiter), Karen Klatz, Paul Liebenau und Eckhard Rockstädt (Leiter, v.l.) © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 25.08.2018, 10:00 Uhr - Aktualisiert 26.08.2018, 14:54
Bremsdorf (MOZ) In der Jugendherberge „Bremsdorfer Mühle“ steht ein Wechsel an. Im September beginnen die neuen Bufdis ihre Arbeit. Weil in Deutschland nicht genug Freiwillige zu finden waren, kommen erstmals zwei junge Ausländer nach Bremsdorf.

Eckhard Rockstädt ist glücklich. Glücklich, weil er mit den aktuellen Bundesfreiwilligen (Bufdis) erneut einen guten Griff getan hat. „Mit den beiden bin ich wirklich sehr, sehr zufrieden“, sagt der Leiter der Jugendherberge „Bremsdorfer Mühle“ – einer von zwei gleichberechtigten Leitern, um genau zu sein. Mit „den beiden“ meint er Karen Klatz (19) und Paul Liebenau (20). Die Jugendlichen – sie aus Vlotho in Nordrhein-Westfalen, er aus Fünfeichen, also „von um die Ecke“ – sind seit September 2017 in der Jugendherberge tätig und haben nächste Woche Freitag ihren letzten Arbeitstag.

„Sie leisten eine tolle Arbeit“, betont Eckhard Rockstädt. Und das gelte auch für ihre Vorgänger. Seit drei Jahren beschäftigt die Jugendherberge Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst. Im ersten Jahr einen, im zweiten und dritten Jahr jeweils zwei. Und ab September, in der Saison 2018/2019, wurden sogar drei Stellen bewilligt. Allerdings: In diesem Jahr fiel es der Einrichtung alles andere als leicht, entsprechende Bewerber zu finden.

„Es ist tatsächlich schwer, Bewerber zu bekommen“, bedauert Eckhard Rockstädt. Sie würden am liebsten junge Leute aus der Region und aus Deutschland beschäftigen, bestätigt Marco Kletzsch, der zweite Leiter der Jugendherberge. Doch diesmal sei es nur gelungen, einen jungen Mann aus Eisenhüttenstadt zu finden – und das auch nur, weil der ein Freund des ak­tuellen Bufdis Paul Liebenau ist und dieser ihn für den Einsatz begeistert habe. „Neben diesem jungen Mann wollten wir noch zwei Mädchen haben“, berichtet Eckhard Rockstädt. „Ich habe geworben in den Gymnasien in Eisenhüttenstadt, Neuzelle und Beeskow, habe mehrfach Aufrufe bei Facebook gestartet – aber niemand hat sich gemeldet.“

Und deshalb werden ab September erstmals zwei junge Damen aus Osteuropa und aus Asien – aus Moldawien und aus dem russischen Ostsibirien – in der Jugendherberge „Bremsdorfer Mühle“ einen Freiwilligendienst absolvieren. „Sie sind 24 und 25 Jahre alt, waren jetzt als Au-pairs in Deutschland und sprechen beide sehr gut Deutsch, das habe ich am Telefon getestet“, sagt Eckhard Rockstädt und verrät: „Wir bekommen immer wieder mal Mails aus Russland.“ Denn für junge Leute aus Russland und anderen östlichen Staaten sei der Bundesfreiwilligendienst durchaus attraktiv. „Sie können hier ihre Sprachkenntnisse vervollkommnen. Sie bekommen einen festen Wohnsitz und damit ein Visum für Deutschland. Sie bekommen Vollverpflegung und werden sozialversichert. Und sie erhalten das Taschengeld von 300 Euro monatlich, das jedem Bufdi zusteht.“ Genehmigt werde der Einsatz von Ausländern durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

„Wir sind sehr gespannt, wie das mit den jungen Damen klappen wird“, sagt Eckhard Rockstädt. Und sein Kollege Marco Kletzsch ergänzt: „Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich.“

In der nächsten Woche stellt de MOZ die aktuellen Bufdis und ihre Arbeit ausführlich vor.

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Paul Müller 25.08.2018 - 11:27:27

Die neuen Buftis kommen jetzt schon aus Ost-Sibirien ? :) ...

... hab gar nicht mitbekommen die Bundesrepublik so „gewachsen“ is ...

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