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Erntefest
Schlangestehen beim Pflaumenkuchen

Rudi und Roland (l.) brachten beim Ernteumzug am Sonntag mit ihrem Pferdegespann die Erntekrone zum Festplatz. Dort wurde sie dann von der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt.
Rudi und Roland (l.) brachten beim Ernteumzug am Sonntag mit ihrem Pferdegespann die Erntekrone zum Festplatz. Dort wurde sie dann von der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 27.08.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 27.08.2018, 12:17
Güldendorf Zum 21. Mal feierten die Güldendorfer am Wochenende ihr Erntefest. Und trotz der miesen Ernte, die viele Landwirte beklagen, war die Erntekrone diesmal ein echtes Vorzeigestück. Darüber freut sich auch Manuela Walter. Mit etwa einem Dutzend Frauen aus dem Ortsteil ist sie für das Binden des kleinen Kunstwerks aus verschiedenen Getreidearten verantwortlich. „Wir haben uns schon früh um die wichtigen Materialien gekümmert und die schön abgelagert“, sagt sie. Als die Erntekrone von der Feuerwehr aufgestellt wird, wandert ihr Blick zufrieden in einige Meter Höhe.

Ein gleiches Empfinden hat Rüdiger Draßdo. Der steht allerdings am Backofen und ist mit Ulli Babe für das Backen von Brot und Kuchen verantwortlich. „Gestern haben wir zwanzig Bleche Kuchen gebacken und heute auch“, sagt er nicht ohne Stolz. Besonders begehrt war der Pflaumenkuchen. „Da mussten wir uns erst rantasten“, erklärt er. Bei einer Stunde und etwa 250 Grad im Ofen wurde er schließlich perfekt, was auch die zahlreichen Gäste so sahen. Denn die standen Schlange am Verkaufsstand vor dem Backofen. „Für uns ist das Fest schon auch anstrengend“, sagt Rüdiger Draßdo. Insgesamt sind die Mitglieder des Heimatvereins Güldendorf drei Tage im Einsatz. „Aber ganz ehrlich, es lohnt sich“, findet der ehrenamtliche Bäcker. Denn der Zusammenhalt sei in Güldendorf nicht zu toppen, so sein Fazit.

Dieser Zusammenhalt hat auch Werner Kuhn bewegt, sich zu engagieren, und das, obwohl er gar nicht in Güldendorf wohnt. „Wir wohnen in Frankfurt in der Stadt“, sagt er lächelnd. Beim Heimatverein macht er trotzdem mit. Diesmal am Verkaufsstand für die Kalender. Auch die Quizfragebögen mit teilweise etwas schwierigen Fragen teilt er aus, kann sie aber auch recht zügig selbst beantworten. Wer weiß schließlich schon, wie viele Holzosterglocken im Dorf stehen? „Zwölf“, sagt er ohne Zögern.

Der Zusammenhalt und das Engagement freuen auch Ortsvorsteherin Brunhild Greiser. „Unsere Beteiligung am Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft’ hat das noch etwas mehr gefördert“, findet sie. „Egal ob das Mitmachen bei diesem Wettbewerb erfolgreich wird oder nicht, es hat sich schon jetzt gelohnt und wir machen weiter“, sagt sie.

Die Preisverleihung findet am 13. September statt. „Wir fahren allerdings ohne große Erwartungen zu dieser Veranstaltung“, so Brunhild Greiser. So kann man zumindest nicht enttäuscht werden. Und die Gäste werden dem Frankfurter Ortsteil wohl auch so weiterhin so zahlreich die Treue halten, wie in diesem Wochenende. Im nahen Güldendorfer Umkreis gab es zwar eine Vielzahl von Veranstaltungen – darunter in Eisenhüttenstadt, Beeskow und Frankfurt. Trotzdem war der Güldendorfer Festplatz sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag gut gefüllt.

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