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Erster Abschnitt der B 198 voraussichtlich in zweiter Septemberhälfte fertig / Aussagen zum Baufortschritt vage

Baustelle
Die Zeit wird knapp

Stein an Stein: Ein Radlader karrt eine Palette mit Borden an, die die Verkehrsinsel am Ortsausgang von Klein Ziethen Richtung Ziethener Kreuz einfassen sollen. Der Abschnitt sollte eigentlich schon im August fertig werden. Nun wird die Strecke erst im September freigegeben.
Stein an Stein: Ein Radlader karrt eine Palette mit Borden an, die die Verkehrsinsel am Ortsausgang von Klein Ziethen Richtung Ziethener Kreuz einfassen sollen. Der Abschnitt sollte eigentlich schon im August fertig werden. Nun wird die Strecke erst im September freigegeben. © Foto: Marco Marschall
Marco Marschall / 29.08.2018, 06:01 Uhr
Ziethen Stillstand auf der Baustelle an der B 198? Am Dienstag jedenfalls sind Arbeiten zu sehen. Ob das bisher Geschaffte reicht, um dieses Jahr fertig zu werden, will niemand beurteilen. Der erste Abschnitt soll in der zweiten Septemberhälfte fertig werden.

So richtig Betrieb herrscht am Dienstagmorgen nicht auf der Baustelle am Ortsausgang von Klein Ziethen Richtung Ziethener Kreuz. Doch dafür gibt es einen simplen Grund: Frühstückspause. Nur fünf Minuten später rollt der Radlader wieder und die Borde für die Verkehrsinsel werden gesetzt. Ein Lkw hält an. Sein Fahrer fragt die Arbeiter, ob sie genug Beton haben. Dann fährt er ein paar Meter weiter und lässt sich von einem Bagger Material aufladen.

Der Eindruck eines Dorfbewohners, der sich vor einer Woche bei der Zeitung meldete und meinte, an der B 198 würde nichts passieren, bestätigt sich an diesem Tag nicht. Doch war der Anrufer mit diesem Eindruck nicht allein. Auch Uckermärker hatten sich in der Redaktion gemeldet. Schließlich stellt die Strecke eine wichtige Verbindung nach Berlin dar.

Die Zweifel an einem fristgerechten Abschluss des Vorhabens sind trotz des Betriebs auf der Baustelle nachvollziehbar. Spielt die Witterung mit, bleiben der Baufirma nur noch knapp vier Monate und noch immer laufen die Arbeiten am ersten Abschnitt – der Strecke zwischen Klein Ziethen und dem Ziethener Kreuz. Es fehlt der Abschnitt zwischen den Ziethendörfern, der sogar noch etwas länger als der erste ist. Soll das tatsächlich noch zu schaffen sein?

„Ich gehe davon aus“, sagt Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb Straßenwesen. Jede Woche ist er beim Baurapport dabei. Seine Einschätzung, so macht er auf Nachfrage der Märkischen Oderzeitung deutlich, beruhe aber allein auf der Tatsache, dass das Land einen gültigen Vertrag mit dem Auftragnehmer, der Firma  Matthäi, hat. Ob es mit Blick auf den Baufortschritt realistisch ist, dass dieser Vertrag und damit die fristgemäße Fertigstellung eingehalten wird, will Otte nicht beurteilen.

„Wir sind intensiv dran und sprechen mit der Firma“, versichert der Mann vom Landesbetrieb. Im September soll Asphalt gefahren werden, berichtet er. Damit ist zumindest klar, dass der Anliegerverkehr im August nicht mehr über den ersten Abschnitt rollen wird. Ein solches Etappenziel wurde Ende Juni, beim Stammtisch des Radiosenders Antenne Brandenburg in Groß Ziethen und bereits zuvor vom Landesbetrieb ausgegeben.

Doch gut zwei Wochen werden die Klein Ziethener wohl noch warten müssen, bis sie über die B 198 bis zum Ziethener Kreuz kommen. Voraussichtlich in der zweiten Septemberhälfte soll der Abschnitt fertiggestellt und freigegeben werden. Das teilt Edgar Gaffry vom Vorstand des Landesbetriebs am Dienstag mit.

Sobald der Radweg zwischen den Ziethendörfern gebaut ist, geht es an den Straßenabschnitt zwischen den beiden Ortsteilen. Anlieger dürfen während der Bauphase dann über die Radstrecke ins jeweilige Nachbardorf fahren. Wie Gaffry auf Rückfrage weiter berichtet, soll der Verkehr über den Radweg mit einer Ampel geregelt werden. Dass dies möglicherweise nicht nur Anlieger,  sondern auch den Durchfahrtsverkehr lockt, kann der Mann vom Landesbetrieb Straßenwesen nicht ausschließen. Es werde entsprechende Verbotsschilder geben. Deren Einhaltung zu kontrollieren, sei letztlich Sache der Polizei.

Ziel ist, dass die Fertigstellung des Radwegs und damit der Beginn des zweiten Abschnitts nahtlos ans Bauende des ersten anknüpft.

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