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Durch die hohe Nachfrage soll es eine Folgeveranstaltung im November geben

Gänsehaut
Neue Krimi-Scheune schildert DDR-Morde

Lesung: Schauspieler Diether Jäger (r.) liest mit seiner eindrucksvollen Stimme den Hergang verschiedener Fälle vor. Frank Rainer Schurig verdeutlicht das im Anschluss durch Bilder und Skizzen.
Lesung: Schauspieler Diether Jäger (r.) liest mit seiner eindrucksvollen Stimme den Hergang verschiedener Fälle vor. Frank Rainer Schurig verdeutlicht das im Anschluss durch Bilder und Skizzen. © Foto: Josefine Jahn
Arnold Ille / 03.09.2018, 06:12 Uhr
Treplin „Serienmorde in der DDR und Verbrechen von Sowjetsoldaten“ war die Überschrift der mittlerweile 16. „Krimischeune Treplin“. Ein Thema, das besonders viele Brandenburger zu  bewegen scheint, denn die Räume der Trepliner Amtsscheune waren überbucht. Organisator Wolfgang Raeke hat daher für den November bereits eine Wiederholung zum selben Thema angekündigt.

Auf der Beamer-Leinwand erscheint eine Lageskizze einer kleinen Brandenburgischen Ortschaft. Frank-Rainer Schurich, ehemals Professor für Kriminalistik, markiert darauf den Bewegungsablauf eines Mörders, der vor über 30 Jahren in der DDR sein Unwesen trieb. Heute kennt man alle Hintergründe, sein Motiv, den genauen Ablauf. Jeden Winkel des Tatortes, an dem eine alte Dame ermordet wurde, hat man auf Fotos festgehalten. Schurich beschreibt den knapp 100 Besuchern der Krimischeune akribisch genau, was vor, während und nach den Morden passiert ist.

Während der 150 Minuten andauernden Veranstaltung gehen die Profis auf insgesamt vier Fälle ein. Dabei werden Initiator Wolfgang Raeke und Frank-Rainer Schurig durch Diether Jäger mit seiner eindrucksvollen Stimme unterstützt. Der 1943 geborene Schauspieler, bekannt aus Serien, wie „Berlin, Berlin“ oder „SOKO Wismar“ liest den Besuchern den Hergang der Fälle vor, bevor Schurig erneut zu den Lageskizzen und Tatort-Fotos auf der Beamer-Leinwand überleitet.

Die Männer ergeben ein stimmiges Trio, das gut durch die Veranstaltung führt. Wie Wolfgang Raeke bestätigt, finden er und die Redner der regelmäßig stattfindenden Krimischeune auf natürlichem Wege zueinander. Hin und wieder werden ihm Kollegen, die hier vortragen, im Voraus von Besuchern empfohlen.

Die Vorträge wurden durch eine Pause aufgelockert. Dabei hatten die Besucher die Möglichkeit, Raekes Sammlung zu begutachten, die er über die Jahre als Kriminaltechniker zusammen getragen hatte. Von selbst angefertigten Dietrichen und Schlüsseln über diverse Kameras, Mikroskope, Material zum Erstellen von Phantombildern, Fingerabdrücken und Fußabdrücken sowie vielem mehr.

Nachdem sich Redner wie Besucher in der Pause mit Kaffee und Kuchen gestärkt haben, werden zwei weitere Fälle besprochen, die es in sich haben. Alle besprochenen Fälle wurden auch in Büchern veröffentlicht, darunter: „Serienmorde in der DDR“, erschienen im Verlag Dr. Köster Berlin. Auch wenn die Vorträge in Treplin mit Anekdoten aufgelockert wurden, sind einige der geschilderten Fälle nichts für schwache Nerven.(al)

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