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Imposantes Gebilde in Hohenfelde / Im Herbst stirbt das Volk – von der Arbeiterin bis zur Königin

Wespenplage
Wespennest unterm Kaninchenstall

Olaf Rochlitz / 15.09.2018, 09:30 Uhr - Aktualisiert 15.09.2018, 15:25
Hohenfelde (freier Autor) Die Wespenplage dieses Sommers bot reichlich Gesprächsstoff. Vor einigen Tagen bemerkte Lutz Lenk aus Hohenfelde, dass in der Nähe seines Kaninchenstalls zahlreiche Wespen umherschwirrten. Als er die Tür eines kleinen Verschlages unterhalb des Stalls vorsichtig öffnete, glaubte er seinen Augen nicht trauen zu können. Unzählige gelb-schwarze Insekten hatten im Laufe des Sommers aus Pflanzenfasern und Speichel ein riesiges Nest gebaut, das bei näherem Hinsehen geradezu einem Kunstwerk glich – einem beige-braunen Monster mit Augen, Ohren, Nase und Schnauze.

Für ein Foto musste Lutz Lenk – beruflich seit vielen Jahrzehnten als Gitarrenlehrer an der Schwedter Musik- und Kunstschule tätig und Schwedtern auch als Mitglied der Gruppe „Effekt“ sowie der „Avus-Band“ bekannt – seinen ganzen Mut zusammen nehmen, um sich dem Nest und seinen wehrhaften Verteidigern bis auf wenige Zentimeter zu nähern. Angstschweiß kann Angriffe auslösen.

Je nach Wespenart wird zwischen Juni und August mit der Anzucht von Männchen und Königinnen begonnen, die Produktion der Arbeiterinnen kommt zum Erliegen. So erreicht das Wespenvolk im August seine maximale Bevölkerungszahl. Danach beginnen die Wespen wegen Nahrungsmangel und sinkender Temperaturen zu sterben, von Anfang September bis Mitte Oktober. „Im Herbst“, so hofft deshalb Lutz Lenk, „könnte man vielleicht versuchen, das imposante Gebilde vorsichtig zu entfernen und es an einem geeigneten Ort der Öffentlichkeit als Anschauungsobjekt zu präsentieren.“

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