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Freizeit
Tausende Besucher beim 20. Kartoffelfest in Tempelberg

Cornelia Link-Adam / 16.09.2018, 20:47 Uhr
Tempelberg Das kleine Dorf mit 200 Einwohnern ist am Sonnabend von Besuchern wieder völlig überrannt worden. Grund dafür war das 20. Kartoffelfest.

In den Vorjahren waren immer 2500 bis 3000 Besucher auf dem Platz. „Dieses Mal sind es viel mehr“, sagte Ortsvorsteherin Sabine Riemer, zugleich Vize-Chefin des Ausrichtervereins pro Tempelberg. Das sah man schon bei der Anreise. Autos aus LOS, MOL, Frankfurt und Berlin parkten mittags das ganze Dorf zu. Die ersten Gäste kamen schon 9.30 Uhr, obwohl erst 12 Uhr mit dem Kartoffellied offiziell gestartet wurde. Auf dem Festplatz bildeten sich zwei Schlangen – für die Wertbons der Gerichte und für die Kartoffelpuffer. Die waren wieder der Renner. Vor den 13 Brätern stand ein eingespieltes Team an Freiwilligen wie Eckhard Gohlke aus Heinersdorf und Christian Pfennig aus Frankfurt. Durch den vorgezogenen Verkaufsstart musste Sabine Riemer schon um 13 Uhr weitere Eier aus Hasenfelde nachordern – 400 waren schon verbraucht.

Wannenweise wurden Knollen geschält und verarbeitet. Schließlich gab es neben Puffern auch Suppe, Kuchen und Pellkartoffeln. Bei den Bratkartoffeln half Fiona Nickel (10) als jüngste mit, auch schälte Maria Schneider (90) tapfer. „Es ist ein Wahnsinn, aber immer wieder schön. Am Abend weiß man echt was man gemacht hat“, erzählte Yvonne Prospieszynski vor drei Fritteusen für 80 Kilo Pommes.

Wer keine Kartoffelgerichte wollte, griff zu Fischbrötchen, Hot Dog, Knobi-Brot, Eis, Kaffee, Wein und Bier. Drumherum gab es etliche Händler, auch Spielspaß für Kinder. Insgesamt eine Tonne Kartoffeln wurden verarbeitet. Das sind 1000 Kilo! „Mehr schaffen wir auch personell nicht“, sagte Sabine Riemer. Geliefert hatte die Knollen wieder Familie Seefried aus Behlendorf, trotz eher schlechter Ernte. Säckeweise verkaufte sie weitere 100 Zentner Knollen (5000 Kilo) an die Besucher.

Das Fest war eine logistische Herausforderung. Viele der 50 Helfer an der Versorgungsstrecke machten noch beim Programm mit, das am Nachmittag viele Höhepunkte der Feste der letzten zwei Jahrzehnte bot. Es gab ein Wiedersehen mit singenden Waschfrauen, mit Piraten und dem Märchen Rotkäppchen, ehe der Tanzabend begann. Den Gästen gefiel es gut, mit Applaus wurde nicht gespart. „Unglaublich was hier los ist“, staunte zwischen den vielen Stammgästen auch Kürbis-Olli alias Oliver Langheim aus Fürstenwalde, der mit seinen Eltern erstmals zum Fest kam.(co)

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