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Schuljubiläum
Jahrzehntelange Bildungsarbeit

Jörg Hanisch / 17.09.2018, 06:30 Uhr
Fünfeichen ([]) Seit 60 Jahren gibt es in Fünfeichen die Grundschule.  Das Jubiläum wurde am Sonnabend mit einem Fest gefeiert. Viele Ehemalige kamen zum Gratulieren.

Stau im Haupteingang der Grundschule Fünfeichen: Amtsdirektor Matthias Vogel und die Bürgermeister Monika Senzel (Schlaubetal), Wolfgang Beitsch (Siehdichum) sowie Katharina Staar (Grunow-Dammendorf) wollen Glückwünsche loswerden. Glückwünsche für 60 Jahre erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit, die stellvertretend für alle vorangegangenen Lehrergenerationen Schulleiterin Brita Ortmann entgegennimmt. Blumengrüße und ein „Weiter so“ sind das eine, ein Scheck vom Amtsdirektor das andere. „Das ist jetzt wirklich eine Überraschung“, freut sich die Schulleiterin, die 1987 als junge Lehrerin an der Schule zu arbeiten begann und diese seit 1996 leitet. Laut wird darüber nachgedacht, wofür das Geld eingesetzt werden könnte, doch das wird wohl im Kollegium geklärt werden. Und das besteht immerhin aus zehn Kollegen, die insgesamt 146 Schüler unterrichten und betreuen.

Beim Rundgang durch das Gebäude schließen sich immer mehr Leute an, so auch Siegmund Vogelsänger. Er war nicht nur jahrelang Bürgermeister von Kieselwitz, sondern kann sich noch genau an die Entstehungszeit der Schule erinnern: „Ich war 1958 bei den Baubesprechungen mit dabei, als dieser Schulneubau entstand und damit modernste Lernbedingungen ermöglichte.“

Rückblicke hatte auch Chronistin und Lehrerin Petra Breitenfeld parat. Nach Jahren geordnet existiert eine lückenlose Dokumentation und vom fünfzigjährigen Jubiläum sogar eine CD. „Und heute ist sowieso jedes Ereignis abgespeichert“, erklärt sie. Schon haben die ersten Gespräche nach dem Motto „Weißt Du noch?“ begonnen. Bernhard Zier und ehemalige Kollegen haben viel zu erzählen. Bernhard Zier war 1958 übrigens der erste Lehrer, der an der Schule anfing zu arbeiten. Nur Schulleiter Singer kam von der alten Schule, in der sich heute der Kindergarten in Fünfeichen befindet. „Klassenstärken mit 42 Schülern gab es damals“, erinnert sich Waltraud Schneider, die ab 1960 Lehrerin an der Schule war.

So wurden Geschichten und Episoden aus dem Schulalltag erzählt, in Klassenräume geschaut und mit Schülern der heutigen Generation geplaudert. „Wir finden die Lehrer sehr nett und das lernen macht hier einfach Spaß“, erzählt Schülerlotse Willi Geller aus der sechsten Klasse, der gerade mit Bernhard Zier durch die Räume geht und schon genaue Vorstellungen von seinem zukünftigen Weg hat: „Ich möchte im nächsten Jahr ans Albert-Schweizer-Gymnasium und danach zu Bundeswehr.“

Neben Tombola, Kaffee und Kuchenbasar, einer vom Amt spendierten Torte und viel Kultur auf dem Schulhof, unter anderem mit dem Akkordeon-Orchester Frankfurt, gab es etwas ganz Besonderes im Hortbereich zu entdecken. Der „Hengstenbergraum“ machte neugierig und das nicht nur bei den Eltern sondern vor allem bei den Kindern. Benannt nach der ehemaligen Gymnastiklehrerin Elfriede Hengstenberg (1892-1992) sollen in diesem speziellen Bewegungsraum der Gleichgewichtssinn, die Körperhaltung und damit ein aktives Leben gefördert werden. Leitern, Hocker, Balancierstangen, Hühnerleitern und viele Dinge mehr, laden die Kinder ein zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Balancieren, Rutschen, Springen. „Über die Nerven der Fußsohle begreifen sie so die Dinge, was zur Folge haben soll, dass die Synapsen im Gehirn schneller arbeiten und so die Kinder auch geistig reger sind“, erklärt Horterzieherin Susan Lehmann.

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