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100 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand bei Höhenland / Die ganze Nacht über Glutnester bekämpft

Waldbrand
Bis zu fünf Meter hohe Flammen

Steffen Göttmann / 18.09.2018, 20:52 Uhr
Höhenland/Tiefensee (MOZ) Die ganze Nacht über haben die Feuerwehren aus Heckelberg und Freudenberg Glutnester in dem zwei bis drei Hektar großen Waldgebiet bei Tiefensee bekämpft, das am Montagnachmittag in Brand geraten war. Die Brandwache übernahm der Landesforstbetrieb.

„Das Feuer hat sich stellenweise bis zu zehn Zentimeter in den Boden gefressen“, berichtete Mario Sarre, Amtsbrandmeister des Amtes Falkenberg-Höhe, am Dienstag. Deshalb mussten die ganze Nacht über immer wieder Glutnester bekämpft werden. Die Feuerwehren aus Heckelberg und Freudenberg mit insgesamt zehn Einsatzkräften arbeiteten in zwei Schichten. „Wir haben den Brandort am Montag gegen 19 Uhr übernommen“, führte Mario Sarre weiter aus. Die eine Schicht arbeitete von 19 Uhr bis Mitternacht, die zweite Schicht von Null bis 7 Uhr. Gegen 6 Uhr übergab die Feuerwehr den Wald an den zuständigen Förster, der die Brandwache übernommen habe.

Weil es in dem Waldgebiet bei Tiefensee kein Wasser gab, diente das Tanklöschfahrzeug aus Heckelberg als Wasserspender. „Wir hatten außerdem noch ein 10 000 Liter-Fass von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Freudenberg bekommen. Dies reichte als Reservoir dann aus.“

Für Amtsbrandmeister Sarre und die Amtsfeuerwehr des Amtes Falkenberg-Höhe sowie die Werneuchener Kollegen war es trotz des extrem trockenen Sommers  der erste große Waldbrand in diesem Jahr. „Wir waren häufiger woanders im Einsatz als hier“, sagte einer der Feuerwehrleute im Hinblick auf die Waldbrände im Süden des Landes. „Wir hatten mehrere kleine Waldbrände, so einen großen bisher aber noch nicht“, bestätigte Falkenberg-Höhes Amtsbrandmeister.

Das Feuer in dem zwei bis drei Hektar großen Waldgebiet war am Montag vermutlich gegen 15 Uhr ausgebrochen.  Augenzeugen hatten eine Rauchsäule gesehen, und die Feuerwehr angerufen, berichtete Rainer Sachse, Einsatzleiter, Stadtwehrführer von Werneuchen sowie stellvertretender Landesbrandmeister. Seine Einsatzkräfte waren um 15.11 Uhr alarmiert worden. Es handelte sich dort nicht um ein geschlossenes Waldgebiet, sondern dort hätten umgestürzte Bäume gelegen. Ob in dem Wald vielleicht gearbeitet worden war, konnte der Einsatzleiter nicht bestätigen.  Eine Kippe könne so ein Feuer nicht auslösen, meinte derweil ein Feuerwehrmann vor Ort gegenüber dieser Zeitung.

Der Brandherd lag drei Kilometer nördlich der B 168 in Höhe der Abfahrt in Richtung Gielsdorf. Die Feuerwehrleute hatten zunächst Probleme, den Brand zu orten und die richtige Zufahrt zu finden. Sie versuchten es zunächst vergeblich von Tiefensee aus. „Als wir die Stelle mitten im Wald entdeckt hatten, loderten die Flammen vier bis fünf Meter hoch“, berichtete Sachse. Der Einsatzleiter war mit den Feuerwehren Werneuchen, Tiefensee und Hirschfelde ausgerückt, die stets zusammen alarmiert werden.

Sachse alarmierte sofort weitere Kräfte aus Märkisch-Oderland, Löhme und Krummensee. Dann folgten auch noch Feuerwehren aus Altlandsberg, Gielsdorf, Wegendorf und Wesendahl zum Einsatzort. Zeitweise waren 100 Feuerwehrleute einschließlich des zuständigen Försters im Einsatz. Gegen 19 Uhr war der Brand unter Kontrolle, gelöscht aber noch nicht. Inzwischen stellte sich heraus, dass das Waldstück zur Gemeinde Höhenland gehört.

Die Polizei stoppte auf der B 168 den Verkehr, um den großen Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren die Vorfahrt zu und aus dem Waldweg zu gewähren, der zum Brandort führte. Sie mussten mehrfach Nachschub holen. Aus Wasserentnahmestellen in Gielsdorf und Tiefensee wurden die Wassertanks der Feuerwehrfahrzeuge wieder aufgefüllt. Schlimmstenfalls wären weitere Feuerwehren nachgeordert worden, die große Tanklöschfahrzeuge in ihren Fuhrparks haben, so Sachse.

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