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Herbst-Derby in Altbarnim

Reitsport
Große Bühne für kleine Sportler

Einlauf der Bernauer Voltigier-Mannschaft: Nur hierbei durfte im Publikum geklatscht werden.
Einlauf der Bernauer Voltigier-Mannschaft: Nur hierbei durfte im Publikum geklatscht werden. © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 20.09.2018, 13:20 Uhr
Altbarnim (MOZ) Der Reitverein Kronprinz Wilhelm Altbarnim hat zum Abschluss seiner Saison noch einmal zum traditionellen Herbstderby geladen. Neben Prüfungen im Springen, in der Dressur und im Kutschenfahren war ein Teil des Derbys ein Turnier im Voltigiersport.

Gespannt schauten die Nachwuchssportler, die große Mehrzahl der Teilnehmer waren Mädchen, nach ihrer Übung auf das Häuschen, in dem die Wettkampfrichter Platz genommen hatten. Welche Wertungen würde es geben, welche Platzierung springt am Ende heraus?! Die Spannung löste dann Sprecherin Heike Bruhns, die auch mehrfach auf die notwendige Disziplin unter den Zuschauern hinweisen musste. Nur beim Ein- und Auslaufen darf beim Voltigieren auch applaudiert werden.

Jutta Breddermann, sie leitet den Fachbeirat Voltigieren im Landesverband Pferdesport Berlin und Brandenburg, strahlte über das ganze Gesicht. „Ist das nicht schön hier in Altbarnim? Wir haben 24 Mannschaften am Start. Was für ein tolles Gefühl für unseren Sport, der immer ein wenig im Abseits steht.“

Sie sagte auch, dass dieses Turnier in Altbarnim, übrigens in seiner dritten Auflage, vor allem für den Breitensport veranstaltet wurde. Die meisten der Teilnehmer waren zum ersten Mal bei einem Turnier, also bei einem Wettkampf, mit dabei. „Ich weiß auch gar nicht, wie der Verein hier in Altbarnim das immer macht. Wir haben einen großartigen Platz und wieder tolles Wetter. An sich ist das Voltigieren ein Hallensport. Somit haben wir hier in Altbarnim auch das einzige Freiluft-Turnier von Brandenburg. Ich möchte mich insbesondere beim Vorsitzenden des gastgebenden Vereins, Werner Mielenz, bedanken. Ihm ist es mit zu verdanken, dass wir heute eine so große Bühne bekommen“, sagte Jutta Breddermann. Die Teilnehmer, die auf dem 20 x 20 Meter großen Dressurplatz an den Start gingen, dankten es mit guten Leistungen.

Zu den Mannschaften gehörte neben zahlreichen Berliner Vereinen auch ein Team des Vereins  Integration aus Bernau. „Wir haben heute eine Mannschaft am Start, die zur sogenannten E-Schritt-Gruppe zu zählen ist. Das sind in erster Linie Anfänger und die Jüngsten aus dem Verein“, erklärte Irina Döring. Sie hatte sich für ihr Programm die Melodie die Kindermusicals Tabaluga gewählt. Acht Kinder präsentierten rund um das Voltigierpferd Amigo und Sabine Anders als Longenführerin ein gelungenes Programm. „Das ist heute eher ein Termin für unsere jüngste Sportgruppe. Es sind die vier- bis achtjährigen Kinder am Start und sie sollen langsam an diesen Sport herangeführt werden“, sagt Irina Döring. Am Ende wurden die Mannschaft mit einem schönen 1. Platz und einer hohen Aufstiegsnote belohnt.

Wichtig war dieser Termin auch für die Gruppe des PSV Silberregen, der in Briesen seine Heimat hat. Charlotte Leischner führte den Wallach Aramis an der Longe. Wie kam es eigentlich zu diesem Vereinsnamen? Jasmin Henkelmann antwortet: „Unser Verein hat sich nach der Robinie benannt, die den Außenplatz, auf dem das Training stattfindet, einrahmt. Im Frühling trägt der Baum wunderschöne, hängende, weiße Blütenstände, welche auch Silberregen genannt werden.“ Die Briesener wollen ihre Kinder demnächst auch an die nächst höhere Leistungsgruppe, E-Galopp, heranführen. „Wir haben derzeit etwa 35 Voltigierer bei uns im Verein“, sagt Jasmin Henkelmann.

Überaus zufrieden zeigte sich auch Werner Mielenz. „Ich glaube, wir haben eine attraktive und vor allem abwechslungsreiche  Pferdesport-Veranstaltung auf die Beine gestellt. Bei uns ist das Herbst-Derby auch so etwas wie der Saisonabschluss“, sagte der gut gelaunte Vereinschef. „Ich weiß, dass es auf dem Dressurplatz heute schwierig ist. Die Voltigiersportler als auch die Dressurreiter teilen sich den Wettkampfort. Das ist fast schon eine logistische Herausforderung. Insbesondere die Dressurreiter sind nicht ganz glücklich damit. Ich freue mich trotzdem, dass alles so gut klappt. Auch das mit den Helfern vom KSC Neutrebbin und Hertha Neutrebbin war für unseren Reitverein ein echter Gewinn.“

Die Dressur der Klasse M* gewann Mareen Herter vom RFV Altranft. Sie siegte mit ihrem Pferd Shambala und konnte auch mit Shiras Samsara den zweiten Platz gewinnen. Ein Höhepunkt wurde das Mannschaftsspringen, jeweils drei Reiter, der Klasse A** mit einem Umlauf. Es ging alles sehr knapp zu.

Am Ende gewann der PSV Oderland vor der Kombination Münchehofe/Wustrow. Beide Teams hatten die gleiche Fehlerzahl (vier Punkte), so dass die Zeit für die jeweiligen Umläufe entscheiden musste. Dritte in dieser Springprüfung wurde das Team des PSV Croustillier vor der Mannschaftskombination aus Münchehofe und Müncheberg.

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