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Amtsausschuss Lebus diskutiert Beteiligung von Kindern und Jugendlichen / Bericht zur Jugendarbeit

Mitspracherecht
Meckerkasten oder Kinderbürgermeister?

Erstatteten im Amtsausschuss Bericht: Die Lebuser Jugendsozialarbeiter Maren Nickel und Peter Beetz.
Erstatteten im Amtsausschuss Bericht: Die Lebuser Jugendsozialarbeiter Maren Nickel und Peter Beetz. © Foto: Ines Weber-Rath
Ines Weber-Rath / 21.09.2018, 07:00 Uhr
Treplin (MOZ) Die im Amt Lebus lebenden Kinder und Jugendlichen sollen besser in sie betreffende Entscheidungen einbezogen werden. Ob dafür die Hauptsatzung des Amtes geändert werden muss, wie es die Spitze der Amtsverwaltung meint, war nur eine Frage, die die Vertreter der fünf Amtsgemeinden im Amtsausschuss in dieser Woche in Treplin bewegte. Die Verwaltung verweist auf die Änderung der Kommunalverfassung Anfang Juli. Diese hat den Ausbau der Bürgerbeteiligung zum Ziel.

Als mögliche Formen zur Organisation der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nennt die Verwaltung unter anderem einen Jugendbeirat, Jugendbeauftragten oder Kinderbürgermeister. Auch ein Wunsch- und Meckerkasten, spezielle Jugendsprechstunden des Bürgermeisters oder der Gemeindevertretung, Jugendforen und manches mehr seien denkbar, heißt es.

Der Beschluss zur Satzungsänderung wurde vertagt. Erst sollen die Gemeindevertretungen dazu beraten, waren sich die Mitglieder des Amtsausschusses einig. Sie nutzten indes die Chance, Experten in Sachen Kinder- und Jugendarbeit um ihre Meinung zu fragen: Maren Nickel und Peter Beetz vom Kinderring Neuhardenberg erstatteten als Gäste der Beratung Bericht zur Situation in der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Amtsbereich.

Vor allem mit Wunsch- und Meckerkästen sowie Schülervertretungen ab Klasse 4 habe man an den Grundschulen in Lebus und Alt Zeschdorf gute Erfahrungen gemacht, erklärte Maren Nickel. Daran könnten die Kommunen anknüpfen.

Durch Bild- und Film-Impressionen gaben die Jugendsozialarbeiter, deren Arbeitsschwerpunkt sich an die Schulen verlagert hat, Einblick in ihre und die Arbeit im Kinder- und Jugendhaus Lebus und in den Jugendklubs in Reitwein und Alt Zeschdorf. Auf Nachfrage von Zeschdorfs Bürgermeisterin Margot Franke musste Maren Nickel einräumen, dass der Alt Zeschdorfer Klub geschlossen ist, weil die Betreuerin im Erziehungsurlaub ist. Anerkennung gab es für Ergebnisse und Formen der Jugendarbeit, wie das Filmprojekt „Flüchten – nein danke!“, das Filmhörspiel „Spuk in der Schule“, das Lebuser Stadtentdecker-Projekt  und Arbeitsgemeinschaften, wie die Medien- und die Naturwerkstatt. Die Sozialarbeiter agieren zudem als Streitschlichter an den Schulen, sichern das Projekt „Aktive Pause“ für bewegungshungrige Schüler und organisieren das jährliche Amtskinderfest.

Maren Nickel und Peter Beetz luden die Bürgermeister und Abgeordneten zur Verleihung des Kinderring-Oscar am 13. Oktober, ab 14 Uhr, nach Küstrin-Kietz ein.

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