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Kunstverein
Einzigartig in der Stadtgeschichte

Martin Stralau / 21.09.2018, 19:39 Uhr
Strausberg (MOZ) Mit Freunden, Gästen und Mitgliedern feierte der Kunstverein Strausberg am Donnerstag seinen 15. Geburtstag in der Entreegalerie der Stadtverwaltung. Zeitgleich wurde eine Jubiläumsausstellung mit Werken von Künstlern eröffnet, die dem Verein seit Langem die Treue halten.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster an die Vereinsgründung 2003, die der damalige Bürgermeister Hans Peter Thierfeld als „einzigartig“ bezeichnet hatte. Schließlich hatte es bis dato in der mehr als 750-jährigen Geschichte der Stadt noch nie einen Kunstverein gegeben. Inzwischen gibt es den Verein seit anderthalb Jahrzehnten. Und auch zu diesem Geburtstag mache er das, „was er 15 Jahre lang gemacht hat, er präsentiert Kunst in der Entreegalerie“, wie Schuster betonte, der zusammen mit dem Vorsitzenden Roger Heinisch und Jutta Lenz den Vorstand des Vereins bildet.

Acht bis zehn Ausstellungen pro Jahr organisiert der Verein in der Galerie im Verwaltungsgebäude der Stadt. Dafür konnten im Laufe der Zeit mehr als 60 Einzelkünstler, Kinder und Jugendliche aus den Schulen der Stadt, die Künstlergruppe Kontrapost, der Fotoclub Strausberg und viele weitere Initiativen gewonnen werden. Dabei wurden und werden hauptsächlich Bilder ausgestellt, aber auch Plastiken, Skulpturen und Fotos. „Strausberg ist keine künstlerische Einöde, das haben wir mit den zahlreichen Ausstellungen in den vergangenen Jahren bewiesen“, sagte Schuster. Das oberste Ziel sei bis heute, „den Strausbergern und ihren Gästen Kunst und Kultur nahe zu bringen“. Als gute Seele des Vereins nannte er Jutta Lenz, die nicht nur Ausstellungen organisiere und hänge, sondern auch Einladungen entwerfe und Geschenke bastele. „Der heutige Abend wäre rum, wenn ich alles aufzählen wollte, was Jutta Lenz für den Verein tut.“

Auch zum Jubiläum hatte sie gebastelt. Leporellos im Hosentaschenformat aus Papier – kleine Faltheftchen mit gut 60 Werken von Ausstellungen aus den vergangenen Jahren. Diese wurden jedem Künstler überreicht, der es zu der Geburtstagsfeier geschafft hatte. Im Vorfeld hatte Jutta Lenz alle angeschrieben, deren Arbeiten in den 15 Jahren in der Entreegalerie ausgestellt waren, und sie um Zusendung eines ihrer Werke gebeten. Auf diese Weise sind nun 40 Collagen, Fotos und Malereien zusammengekommen, die bis zum 2. November im Rahmen einer Jubiläumsausstellung zu sehen sind. Sie sind gewissermaßen die bunte Bebilderung der künstlerischen Vielfalt der bisherigen Vereinsgeschichte.

Hervorgegangen ist der Verein aus dem Freundeskreis Bildende Kunst, der um die Jahrtausendwende von dem auch für Kultur zuständigen Beigeordneten Dankwart Brinksmeier initiiert worden war, berichtete Vereins-chef und -mitbegründer Roger Heinisch. Er war damals Teil des Freundeskreises. „Als die Stadt die Entreegalerie aus finanziellen Gründen nicht mehr weiterführen konnte, wurde ich gefragt, ob man nicht einen Verein gründen könnte, der sich darum kümmert“, erzählt der Malermeister, von dem selbst ein mit Tusche coloriertes Bild der Ritterstraße (heute Georg-Kurtze-Straße) die Ausstellung ziert. Heute habe der Verein zwölf Mitglieder, darunter 80 Prozent Förderer und 20 Prozent Künstler. „Das ist eine gute Quote“, wie Heinisch zufrieden feststellt, der sich auch in seiner Funktion als Vereinschef auf seine Frau Renate verlassen kann. Sie kümmert sich darum, dass das Vereinsbüro läuft, organisiert die Ausstellungen mit, macht die Buchhaltung ... Für die Vereinszukunft hat Roger Heinisch viele Wünsche. „Ein Traum wäre eine eigene Galerie.“

Wer Mitglied im Verein werden wolle, könne sich per Mail melden: info@maler-strausberg.de

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