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Kaninchenschau
Der Trend geht zum Zwergwidder

Cornelia Link-Adam / 24.09.2018, 06:15 Uhr
Beerfelde (MOZ) 41 Kaninchenzüchter haben am Wochenende im Freizeitzentrum „Am Barschpfuhl“ 285 Tiere in 36 Rassen und Farbschlägen bei der Jubiläums-Schau des Fürstenwalder Rassekaninchenzüchtervereins 1908 ausgestellt. Das lockte viele Besucher an, vergeben wurden auch 27 Pokale.

Eine aufwändige Schau liegt hinter Joachim Zesewitz und seine Kollegen vom Kaninchenzuchtverein Fürstenwalde. Weil der Verein in diesem Jahr sein 110-jähriges Bestehen begeht, wollte man am Wochenende eine besondere Ausstellung in Beerfelde bieten. Im Freizeitzentrum waren dafür die Voraussetzungen ideal.

Das Konzept ging auf. „Wir haben jetzt schon den Besucherstand vom Vorjahr erreicht, dabei ist es erst Mittag“, sagte der Vereinsvorsitzende am Sonnabend mehr als zufrieden. Zumal man am Sonntag auch noch geöffnet hatte. Gern führte er durch die Reihen voller Ausstellungskäfige, in denen 285 Tiere ausgestellt waren. 41 Züchter waren dieses Mal dabei, zeigten 36 verschiedene Rassen und Farbschläge. Immer wieder drängten sich Familien aber auch Ehepaare und Senioren vor den Mümmlern, machten Fotos, bestaunten die Arten.

Dass es um Leistung ging, wurde schnell beim Blick auf die Karten an den Gittern klar. Vorzüglich stand an einigen, hervorragend an anderen. Bewertet hatten alle 285 Tiere am Freitag vier Preisrichter. Genau wurde geschaut auf Fell, Farbe, Gewicht, allgemeinen Pflegezustand, auch Ohrlängen, wie bei den großen Riesen.

Am Ende gab es zehn Tiere mit einer Vorzüglich-Bewertung, 24 zudem mit Hervorragend. Darunter drängten sich viele mit Sehr Gut, aber es gab auch einige Ausfälle, bezeichnet als nicht-bewertbar (n.b.). „Wir haben einen sehr hohen Standard“, freute sich der Vereinschef. Riesen werden immer seltener, der Trend gehe eher zum kleinen Kaninchen, wie Zwergwidder. „Früher waren Kaninchen ja auch was für die Versorgung der Familie, heutzutage geht es eher um die Zucht.“

Wie aufwändig das sei, berichtete auch Peter Kunath (23) aus Fürstenwalde. Ausgestellt hatte er drei seiner Angoras. „Die müssen alle 80 Tage geschoren werden, sonst verfilzt das Fell, bekommen sie schlechter Luft und sterben.“ Sprach’s und befreite eines von dickem Fell. „Es ist seine erste Schur, da gewöhnt er sich dran“, sagte der Züchter. Er arbeite lieber mit Schere als Maschine, wegen des besseren Gefühls. Das Fell kam in den Müll. „Es zu säubern und zu verkaufen, wäre sehr aufwändig, das rechnet sich nicht.“

Glücklich war Franziska Hesse (30), die mit ihren Weißen Wienern einen der Ehrenpreise gewann. Das freute die Spreenhagenerin sehr, die erstmals an der Schau teilnahm. Insgesamt wurden am Sonntagnachmittag 27 Pokale übergeben. Der Wanderpokal für den besten Rammler ging an Dirk Brienemann (Petershagen). Vorjahressieger Norbert Jungbluth (Jänickendorf) holte sich dafür den Pokal für die Beste Häsin.

Brienemann gewann auch den Fürstenwalder Bürgermeister-Pokal  und Familie Hoffmann aus Ziltendorf den Landrats-Pokal. Holger Grabsch (Hangelsberg) freute sich über den Jänickendorfer Ortsvorsteher-Pokal. Bei der Jugend wurde Amy Wiersch (Friedland) für die beste Zuchtgruppe (vier Tiere) und die beste Häsin ausgezeichnet und Tom Selchow (Fürstenwalde) für den Besten Rammler.

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