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Renovierung
Foyer in Fachwerk-Optik mit Spezialmörtel

Stein auf Stein mit Spezialmörtel: Dieter Varchmin bei der Arbeit an den Wänden
Stein auf Stein mit Spezialmörtel: Dieter Varchmin bei der Arbeit an den Wänden © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 25.09.2018, 09:00 Uhr
Diensdorf-Radlow (MOZ) In anderer Reihenfolge als gewöhnlich laufen die Bauarbeiten für das neue Foyer der Alten Schulscheune in Diensdorf-Radlow. Nachdem das Dach des Anbaus bereits vergangene Woche gedeckt war, wurden am Montag die Arbeiten an den Außenwänden vervollständigt. Zunächst war nur eine Holzkonstruktion errichtet werden, dann füllten Mitarbeiter der Firma Jakubasch aus Buckow die Lücken mit Klinkersteinen. Das Foyer erhält so eine Fachwerkoptik, damit es sich gestalterisch der Feldsteinfassade der Schulscheune anpasst. Um die Steine aufeinanderzusetzen, wurde Spezialmörtel verwendet.

Er hat nach dem Trocknen eine hellere Farbe als gewöhnlicher Mörtel – in etwa in dem Ton, in dem auch die Feldsteine verfugt sind. Der Abschluss aller Arbeiten ist für 10. November geplant, wie Stefan Petrick, der Vorsitzende des Fördervereins Diensdorf-Radlow, am Montag sagte. Der Verein betreibt die Schulscheune als Tourist-Information, Ausstellungsraum und Bühne für kulturelle Veranstaltungen. Zum Gesamtvorhaben gehört nicht nur das neue Foyer. Gleichzeitig entsteht auch eine neue behindertengerechte Toilette; bereits vollendet ist ein Anbau für die Überdachung auf dem Hof hinter der Scheune. Dadurch stehen bei den Freiluftveranstaltungen im Sommer künftig mehr regengeschützte Plätze zur Verfügung. Für das Dreierpaket an Maßnahmen hatte der Förderverein mit Kosten von 107 000 Euro kalkuliert. 75 Prozent der Kosten werden über Fördermittel aus dem Leader-Programm von EU und Land, den Rest wollte der Verein alleine schultern. Nachdem sich die Kosten nach der Planung erhöhten, entschloss sich die Gemeindevertretung zu einem Zuschuss aus ihren Haushaltsmitteln. Durch das neue Foyer soll es bei Veranstaltungen in der Schulscheune künftig weniger beengt zugehen. Im Anbau finden künftig die Garderobe, die Kasse und der Tresen für den Getränkeausschank Platz. Die Besucherkapazität, bislang im zweistelligen Bereich, erhöht sich dadurch laut Auskunft von Petrick um etwa zehn Prozent.

Bislang waren Veranstaltungen oft ausverkauft, zuletzt erst vor zehn Tagen der Gitarrenabend mit Simon und Tobias Tulenz. Mehr abgesetzte Eintrittskarten würden die Einnahmesituation für den Förderverein verbessern. Petrick denkt sogar schon einen Schritt weiter. „Wenn wir mehr Besucher einlassen können, könnten wir auch ein teureres Programm einkaufen und damit in noch mehr Qualität investieren“, sagt er. Das Programm in der Alten Schulscheune läuft während der Bauarbeiten unverändert weiter.

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