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Volkssolidarität
Gegen die Einsamkeit im Alter

Blumen für die Wirtin: Marianne Knispel (rechts) bedankt sich bei Ines Glanz, die ihren Imbiss für die monatliche Kaffeerunde zur Verfügung stellt.
Blumen für die Wirtin: Marianne Knispel (rechts) bedankt sich bei Ines Glanz, die ihren Imbiss für die monatliche Kaffeerunde zur Verfügung stellt. © Foto: Sonja Jenning
Sonja Jenning / 28.09.2018, 07:15 Uhr
Kliestow (MOZ) „Früher traf man sich beim Konsum oder Bäcker. Das gibt es heute nicht mehr. Darum bin ich froh, dass wir unseren Kaffeenachmittag haben“, bringt es Marianne Knispel auf den Punkt. Die 67-Jährige ist seit Februar 2015 Vorsitzende der Kliestower Ortsgruppe der Volkssolidarität. Aktuell hat die exakt 31.Mitglieder. Die Aktiven, rund 15 Frauen aus Kliestow und Frankfurt, treffen sich an jedem letzten Mittwoch im Monat um 14.30 Uhr zur Kaffeerunde im „Imbiss am Autohandel“ an der Berliner Chaussee von Ines Glanz.

„Nachdem die Gaststätte im Dorf zu gemacht hat, waren wir froh, dass wir den Raum kostenlos nutzen dürfen“, sagt Marianne Knispel. „Ich mache das gern“, sagt Ines Glanz. Seit 2006 betreibt die gelernte Friseurin den Imbiss, hat wochentags von 6 bis 13 Uhr geöffnet. Frühstücks- und Mittagsangebot gehen fast fließend ineinander über. Die meisten ihrer Gäste sind Stammkunden. Die monatliche Damenrunde ist eine willkommene Abwechslung zum Tagesgeschäft.

Während Ines Glanz den Raum zur Verfügung stellt und Kaffee kocht, wird der Kuchen von den Vereinsmitgliedern mitgebracht. „Wer Geburtstag hatte, ist dran“, erklärt Marianne Knispel und fügt schmunzelnd hinzu: „So kommen wir gut übers Jahr.“ Während Kaffeetassen gefüllt und Obst- und Käsekuchen verteilt werden, gerät die Runde ins Plaudern. Wer ist krank? Wie geht es der Familie? Was gibt es Neues? „Wir kennen uns seit Jahren, tauschen uns aus. Das macht einfach Spaß“, sagt Brigitte Erdmann, die sich ebenso wie Jutta Witt und Brigitte Lero im Vorstand der Ortsgruppe engagiert.

Zum Veranstaltungsplan gehören auch die Frauentagsfeier sowie die Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr am 5. Dezember stattfindet, sowie Ausflüge ins Kabarett und zum Bowlen. „Außerdem waren wir in Plau am See und sind in Groß Lindow mit dem Treidelkahn gefahren“, berichtet Hannelore Knispel. Sorgen bereitet ihr jedoch, dass die Zahl der Mitglieder kontinuierlich zurück gehe und Nachwuchs nur schwer zu werben sei. „Viele fühlen sich mit Ende 50 oder Anfang 60 noch zu jung für unseren Gemeinschaft“, sagt sie bedauernd, dabei seien die sozialen Kontakte wichtig, um später im Alter nicht allein zu sein.

Die Ortsgruppe Kliestow gehört zu den über 20 Ortsgruppen und zehn Interessenverbänden, die im Frankfurter Kreisverband organisiert sind. Der Mitgliedsbeitrag beträgt monatlich 3 Euro. Weitere Informationen im Internet unter www.volkssolidaritaet.de.(soj)

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