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Gemeinde beantragt Geschwindigkeitsbegrenzung für gesamte Ortsdurchfahrt

Verkehr
Mit Tempo 30 durch Britz

Da wird es eng: In der Kurve in Britz kurz hinter dem Ortseingang aus Golzow gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung bereits. Bisher nur bis in Höhe des Norma-Einkaufsmarktes.
Da wird es eng: In der Kurve in Britz kurz hinter dem Ortseingang aus Golzow gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung bereits. Bisher nur bis in Höhe des Norma-Einkaufsmarktes. © Foto: Marco Marschall/MOZ
Marco Marschall / 01.10.2018, 19:33 Uhr - Aktualisiert 02.10.2018, 07:19
Britz (MOZ) So ganz optimistisch scheint die Amtsverwaltung Britz-Chorin-Oderberg nicht zu sein, wenn es um die 30er-Zone durch Britz geht. „Seitens des Ordnungsamtes wird darauf verwiesen, dass angesichts der vorhandenen und bereits beabsichtigten Beschilderung  mit 30 Stundenkilometern entlang der L 23 (Ortslage Britz) mit einer Versagung des Antrags zu rechnen ist“, heißt es in der Vorlage, die die Britzer Gemeindevertreter kürzlich auf dem Tisch hatten.

In der Kurve kurz hinter dem Ortseingang aus Golzow bis zum Norma-Markt gibt es bereits eine 30er-Zone. Außerdem ist eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung vor der neuen Kita, ab Bahnübergang bis Ampel, im Anhörungsverfahren.

Und nun soll tatsächlich für die gesamte Durchfahrt 30 beantragt werden? „Es ist schon eine enorme Einschränkung des Verkehrs“, gibt Bürgermeister André Guse auf Nachfrage der MOZ zu. Trotzdem wird der Vorschlag durch ihn und die Mehrheit der Gemeindevertreter mitgetragen. Die Forderung an sich sei von den Anwohnern gekommen. Die nämlich hätten unter einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch den Ort zu leiden, das nicht zuletzt die seit einem Jahr gesperrte B 198 bei Ziethen als Ursache hat. Britz ist offiziell Umleitung und das nicht zum ersten Mal. In der Gemeinde wird befürchtet, dass die Strecke über die Dörfer zur Gewohnheit wird und gerade der Schwerlastverkehr selbst dann noch durch Britz rollt, wenn die Bauarbeiten an der Bundesstraße längst abgeschlossen sind.

Ob die reduzierte Geschwindigkeit gerade im breiten Fahrbahnbereich zwischen Norma und Feuerwehr eingehalten wird, ist die nächste Frage. Geschwindigkeitskontrollen sind dort schon jetzt keine Seltenheit, da teilweise auch schneller als 50 gefahren wird. André Guse hält die Forderung der Bürger für gerechtfertigt und weist auf die Tempo-30-Zone in Finowfurt hin. Wie die Gemeinde Schorfheide mitteilt, sei diese vor zehn Jahren auch auf das Bestreben einer Bürgerinitiative hin eingeführt worden und war außerdem eine Maßnahme des Lärmaktionsplanes von 2008.

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