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Abriss
Baustart für Molchower Brücke

So sieht der finale Entwurf zur Molchower Brücke aus, der auch hinsichtlich der Farbgebung mit dem Ortsbeirat abgestimmt ist. Seit Montag laufen offiziell die Bauarbeiten.
So sieht der finale Entwurf zur Molchower Brücke aus, der auch hinsichtlich der Farbgebung mit dem Ortsbeirat abgestimmt ist. Seit Montag laufen offiziell die Bauarbeiten. © Foto: IGS Ingenieure
Siegmar Trenkler / 02.10.2018, 09:22 Uhr
Molchow (MOZ) Vor rund zwei Jahren war klar, dass die Molchowbrücke neu gebaut werden muss. Nachdem weit mehr als ein Jahr um die Gestaltung gerungen wurde, ist am Montag der offizielle Startschuss für den Bau gefallen.

Noch hat sich allerdings nicht viel an der Brücke verändert. Denn bislang ist nur das Baufeld abgesteckt worden. Die neonfarbenen Holzpflöcke im Boden lassen aber erkennen, wie weit die Rampen für die Brücke ins Land hineinragen. Bevor an den neuen Widerlagern gebaut werden kann, muss erst einmal der Rest der alten Brücke abgerissen werden, das Gebüsch entfernt und auch ansonsten alles vorbereitet werden.

Der Abriss soll noch in diesem Monat passieren. Dabei sollen sowohl die alten Widerlager als auch die alte Tragkonstruktion entfernt werden. Aus Sicherheitsgründen wird dafür die Wasserstraße auch zwischenzeitlich gesperrt. Zuvor soll das aber rechtzeitig angekündigt werden. Dasselbe wird geschehen, wenn die neue Brücke fertig montiert ist und sie übers Wasser geschoben wird, da die gesamte Konstruktion rund 175 Tonnen wiegen wird.

Inzwischen ist auch die letzte dafür notwendige Abstimmung erfolgt: und zwar die zur Farbgestaltung. Dazu gab es noch einmal Gespräche mit dem Ortsbeirat, die nun aber beendet sind. Der gewählte Braunton (siehe Bild) wurde dabei favorisiert, weil er etwa im Vergleich zu einer blauen oder grünen Variante besser in die Landschaft passt. „Die Brücke wird sich so besser einfügen als einige befürchtet haben. Die Abhängung ist sehr filigran und wird auch nicht so ins Auge stechen. Wir haben also alle Bedenken eingearbeitet“, zeigte sich Neuruppins Baudezernent Arne Krohn am Montag zufrieden mit dem gefundenen Kompromiss.

Entstehen wird der Nachfolger der bisherigen alten Holzbrücke auf der Westseite von Molchow. Da das auf der anderen Seite wegen der beengten Verhältnisse nicht möglich wäre, werden die Metallteile ans Westufer geliefert und dann vor Ort zusammenmontiert. Erst wenn die gesamte Brücke fertig ist, wird sie über das Wasser bugsiert. Gleichzeitig wird aus Beton das Widerlager der Brücke entstehen. Dafür werden Kästen aus Spundwänden errichtet, die dann mit Beton gefüllt werden. Dieser Punkt ist auch derjenige, der am stärksten wetteranfällig ist. Denn nur bei den richtigen Bedingungen kann der Beton in Ruhe aushärten. Vier Wochen werden benötigt. Da auch auf der späteren Fahrbahn Beton gegossen wird, muss auch dabei das Wetter passen. Die Stahlkonstruktion zusammenzufügen kann hingegen nach den Aussagen der am Bau beteiligten Firmen bei nahezu jedem Wetter geschehen. Sollte alles so klappen, wie es derzeit geplant ist, könnte das neue Bauwerk Ende April stehen, hofft Krohn.

Damit die Belange der Anwohner während der Bauphase nicht auf der Strecke bleiben, können sich die Molchower jederzeit mit ihren Sorgen an einen Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamts wenden. Zuständig ist Norman Gröer, der sowohl regelmäßig vor Ort sein wird als auch telefonisch für Nachfragen zum Brückenbau zur Verfügung steht. Erreichbar ist er unter 03391 355650.

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