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Prozess
Granseer soll eigene Tochter missbraucht haben

Der Prozess gegen den 54-Jährigen soll Ende Oktober vor dem Landgericht Neuruppin beginnen.
Der Prozess gegen den 54-Jährigen soll Ende Oktober vor dem Landgericht Neuruppin beginnen. © Foto: dpa/Jens Kalaene
Matthias Henke / 02.10.2018, 11:20 Uhr
Gransee (MOZ) Ein mutmaßlicher Kinderschänder muss sich ab Ende dieses Monats vor dem Landgericht in Neuruppin verantworten. Der Granseer, davon geht die Anklage aus, soll sich an seinem eigenen Nachwuchs vergangen haben.

Der Anklagevorwurf lautet auf sexuellen und schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes, wie es in einer Mitteilung des Landgerichtes Neuruppin heißt. Dem 54-Jährigen wird konkret zur Last gelegt, zwischen dem Jahr 2014 und September des Jahres 2016 seine im Jahr 2010 geborene Tochter sexuell missbraucht zu haben.

Darüber hinaus wird dem Granseer der Besitz von diversen Kinderpornos vorgeworfen. So sollen im Februar vergangenen Jahres auf dem Computer des Mannes 90 derartige Abbildungen gefunden worden sein, heißt es weiter.

Der Gesetzgeber sanktioniert den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, den schweren sexuellen Missbrauch – etwa wenn der Täter das Opfer in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt – mit Freiheitsstrafen nicht unter zwei Jahren, in minderschweren Fällen nicht unter einem Jahr.

Als schwer wird sexueller Missbrauch von Kindern  aber beispielsweise auch eingestuft, wenn der betreffende Täter innerhalb der vergangenen fünf Jahre wegen einer solchen Straftat bereits rechtskräftig verurteilt worden ist. In diesem Fall ist vom Gericht laut Strafgesetzbuch ebenfalls eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr zu verhängen, in minderschwerem Fall von drei Monaten bis zu fünf Jahren.

Zunächst sind für den anstehenden Prozess gegen den 54-Jährigen vor dem Landgericht Neuruppin zwei Verhandlungstage angesetzt worden. Auftakt der Verhandlung ist am Mittwoch, 24. Oktober, die Fortsetzung wurde für Freitag, 2. November, terminiert, jeweils ab 10 Uhr in Saal 1 des Gerichts.

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