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Bauträger für Seniorenwohnen nimmt Grundstücke in Lindenberg ins Visier / Ortsbeirat unterstützt Vorhaben einhellig

Wohnungsbau
Anka wirft neuen Anker in Ahrensfelde

Zwei ältere Frauen mit ihren Rollatoren
Zwei ältere Frauen mit ihren Rollatoren © Foto: Patrick Pleul
Kerstin Ewald / 03.10.2018, 06:00 Uhr
Lindenberg (MOZ) Die Anka GmbH mit Sitz in Bernau ist ein wachsendes Unternehmen und zur Zeit auf der Suche nach Grundstücken. Nachdem der Bauträger sich aufgrund eines Tierarten-Gutachtens von einem Grundstück in der Ahrensfelder Ulmenallee zurückgezogen hatte, ist man nun im Ortsteil Lindenberg fündig geworden.

„Selbstbestimmt wohnen“  für Ältere, in barrierefreien aber modern designten Eigentumswohnungen. Empfohlenes Eintrittsalter: ab 55 Jahre. Wenn dann die „Zipperlein“  oder ernsthafte Einschränkungen  auftreten, können sich die Mieter und Wohneigentümer in den Anka-Projekten unkompliziert unterstützende Service- oder Pflegeleistungen buchen.

Dort, wo in Lindenberg der noch recht neue Lindenberger Ring auf die Karl-Marx-Straße trifft, möchte der Bauträger Anka nun ein neues Projekt starten. Auf einem rund 4400 Quadratmeter großem Grundstück, das sich zum Großteil in Privatbesitz befindet, sollen vier Wohnblöcke mit 26 Wohneinheiten entstehen. Ein solches Vorhaben stellte der Bauträger auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Lindenberg vor.

Darüber hinaus sind auch zwei Flächen für Tagesmutterbetriebe geplant.  Einen entsprechenden Bedarf hatte die Gemeinde Ahrensfelde bei Anka angemeldet, den der Bauträger im weiteren Verlauf der Projektvorbereitung prüfen möchte.

Nur ein gutes Viertel  des von Anka anvisierten Baugrundes gehört der Gemeinde Ahrensfelde. Dennoch könnte dies dazu führen, eine alte lokale Debatte wieder aufflammen zu lassen, wie sie sich zum Beispiel um den geplatzten Verkauf des kommunalen Grunds in der Ulmenallee entsponnen hatte. Diese drehte um die Frage, ob die wenigen noch in gemeindlichen Besitz befindlichen Grundstücke an Investoren verkauft oder für soziale Zwecke vorgehalten werden sollten.

Ankas Eigentumswohnungen werden in der Regel zur Hälfte von den Eigentümern, zur Hälfte von deren Mietern bewohnt. Die von angepeilten Mieten liegen zwischen neun Euro fünfzig und zehn Euro Netto-Kalt. Auf Eigentümerversammlungen möchte man mäßigend auf die Mieten einwirken „Wir versuchen die Mietpreispolitik  zu steuern“,  erklärt der an Anka beteiligte Architekt Urs Ganter, „das klappt in der Regel mit 95 Prozent unserer Eigentümer“, so Ganter weiter.  Eine Garantie gibt es aber nicht.

In einem Projekt im Wandlitzer Ortsteil Schönwalde gibt es durchaus Anzeichen für die von Anka gewünschte soziale Durchmischung, so sieht es zumindest die Schönwalder Ortsvorsteherin Maria Brandt. „Da wohnen auch Leute ohne große Einkommen“, bestätigt auch die Gemeindevertreterin Gabriele Bohnebuck (Die Linke). Allerdings hat in Schönwalde Anka einen der vier dortigen Wohnblöcke nicht in Eigentumswohnungen umgewandelt, sondern verwaltet diesen selbst.

So oder so: Die Ortsbeiräte von Lindenberg sehen Bedarf an Eigentumswohnungen der Marke Anka in ihrem Beritt und begrüßen einhellig das neue Vorhaben des Trägers.

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