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Erntefeier
Krewelin dankt für 700 Jahre

Unter freiem Himmel: Andreas Domke und Kerstin Friboese vom Projekt Kirche mobil hielten den Gottesdienst zum Abschluss der 700-Jahrfeier.
Unter freiem Himmel: Andreas Domke und Kerstin Friboese vom Projekt Kirche mobil hielten den Gottesdienst zum Abschluss der 700-Jahrfeier. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Errnst / 08.10.2018, 11:21 Uhr
Krewelin (MOZ) Besser hätte das Wetter zur Feier des Erntedankfestes in Krewelin am Sonnabend wirklich nicht sein können. Die Sonne strahlte, da konnte der Gottesdienst getrost im Freien gehalten werden. Das hatte auch seinen guten Grund, denn vor dem Gotteshaus steht weithin sichtbar ein großes Kreuz, das nicht nur die Kreweliner, sondern auch die Radler grüßt, die auf dem Radweg von Berlin nach Kopenhagen unterwegs sind, und es lädt alle zur Rast und Einkehr in die Kirche ein.

Das Kreuz ist ein sichtbares Zeichen der Gastfreundschaft der Kreweliner. Dass es aufgestellt werden konnte, daran haben alle Vereine des Ortes ihren Anteil, und auch dieses Miteinander wurde am Sonnabend gewürdigt.

Die Erntedankfeier war der Abschluss einer Vielzahl von Veranstaltungen, mit denen dieses Jahr der 700. Geburtstag von Krewelin gefeiert wurde. Zu 14 Uhr hatte die Gemeinde eingeladen. Da war allerdings noch nicht sehr viel zu sehen. Gemeinsam wurden die Kirche und deren Umfeld geschmückt. Die Kinder schmückten gleichfalls ihre Bollerwagen, um dann nach alter Tradition durchs Dorf zu fahren und um Erntegaben zu bitten. Viele ältere Gemeindeglieder konnten sich daran erinnern, wie sie früher selbst mit den Wagen unterwegs waren.

Die Gaben wurden im Umfeld des Kreuzes auf dem Altar ausgestellt. Ein kleiner Teil auch in der Kirche, für den Fall aller Fälle, dass sich doch noch Wolken vor die Sonne schieben würden. Rund um die Kirche war eine Bilderleine gezogen worden. Aus rund 2.000 Bildern hatte Pfarrer Andreas Domke 100 Fotos ausgewählt, die während der verschiedenen Veranstaltungen aufgenommen worden waren. Eine schöne Idee, wie viele Gäste bei einem Spaziergang entlang der Bilderkette feststellten.

Mit Kaffee und Kuchen, aber auch Schmalzstullen wurde die  Wartezeit auf den Gottesdienst verkürzt. Edelgard Schley hatte am frühen Morgen schon den Sauerteig für die Brote angesetzt, die dann im öffentlichen Holzbackofen gleich neben der Kirche gebacken wurden. Den haben die Kreweliner mit Hilfe ihrer Partnergemeinde in Bonn-Bad Godesberg kurz nach der politischen Wende in der DDR erreichtet, und auch heute noch leistet er gute Dienste, wie Edelgard Schley weiß. „Sogar einige Braten haben wir während der verschiedenen Feiern dort gebacken. Die ganze Umgebung hat danach geduftet“, erzählt sie und lacht. Sonnabend allerdings war der Ofen für die Brote reserviert, die mit Schmalz bestrichen als herber Kontrast nach dem Kuchen von den Gästen gern angenommen wurden.

Umrahmt wird das Kreweliner Holzkreuz von einigen Gittern, an denen bereits erste Schlösser hängen. „Das ist gewollt“, wie Pfarrer Domke berichtet. Viele Radfahrer aber auch Einheimische danken auf diese Weise für die Unterkunft und Hilfe, die ihnen während des Aufenthaltes an und in der Kirche zuteil wird. „Mal sehen, wie schnell sich die Gitter füllen? Ich bin gespannt, wie sich das Kreuz und der Platz mit der Zeit verändern?“, sagt der Pfarrer.

Eine Veränderung, auf die sich alle freuen können, ist der Blumenschmuck am Kreuz. Denn zwei Rosen wurden dort während des Gottesdienstes gesetzt. Eine weiße Rose für die Kreweliner Wappenfarben Weiß-Grün und eine rote Rose als Bezug auf Christus und das Lied „Es ist ein Ros’ entsprungen“. (veb)

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