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Erster dreispuriger Abschnitt fertig / Straße bleibt gesperrt / Reststrecke bis Dezember kaum zu schaffen

Straßenbau
Nach einem Jahr 1,5 Kilometer fertig

Markierung aufgeklebt: Der erste dreispurige Abschnitt der B198 zwischen dem Ziethener Kreuz und Klein Ziethen erhält die Fahrbahnmarkierung. Zwölf Monate nach Baubeginn ist das 1,5 Kilometer lange Teilstück fertig. Das zweite dreispurige Stück fehlt noch. Bis zur versprochenen Fertigstellung im Dezember sind nur noch drei Monate Zeit.
Markierung aufgeklebt: Der erste dreispurige Abschnitt der B198 zwischen dem Ziethener Kreuz und Klein Ziethen erhält die Fahrbahnmarkierung. Zwölf Monate nach Baubeginn ist das 1,5 Kilometer lange Teilstück fertig. Das zweite dreispurige Stück fehlt noch. Bis zur versprochenen Fertigstellung im Dezember sind nur noch drei Monate Zeit. © Foto: Oliver Voigt
Michael Dietrich / 10.10.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 10.10.2018, 10:32
Ziethen (MOZ) 15 Monate sollte der Ausbau der B 198 unter Vollsperrung dauern, hatten Verkehrsministerin und Ministerpräsident immer wieder versichert. Zwölf Monate sind um, eine der beiden Überholstrecken ist fertig. In drei Monaten ist der Rest kaum zu schaffen.

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Baumaßnahmen an B198 nehmen kein Ende

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Die Asphaltdecke auf dem ersten Bauabschnitt zwischen dem Abzweig B 198/B2 und Klein Ziethen ist fertig, die Markierungsarbeiten laufen und sollen nächste Woche abgeschlossen werden. Zwölf Monate nach Baubeginn ist damit erst einer der beiden dreispurigen Abschnitte so gut wie fertig. 1,5 Kilometer Fahrbahn mit einer Überspur in einer Richtung sind fahrbereit. Der zweite, noch etwas längere dreispurige Bauabschnitt zwischen Klein und Groß Ziethen sowie die Erneuerung der zweispurigen Fahrbahn zwischen beiden Abschnitten fehlen komplett. Lediglich der Radweg parallel zur Ausbaustrecke ist fertig.

Der zuständige Landesbetrieb Straßenwesen antwortet schon seit Monaten auf Nachfragen zum Stand der Arbeiten nicht mehr. Unisono heißt es nur: Der Baufortschritt erlaube die berechtigte Annahme, dass die Straße wie versprochen im Dezember für den Verkehr freigegeben werden könnte. Doch auf dem Abschnitt zwischen den beiden Ziethen-Dörfern ist bisher lediglich die Deckschicht der alten Fahrbahn abgefräst, von der Erweiterung um eine dritte Spur ist nichts zu sehen.

Was im Abschnitt eins fast ein Jahr dauerte, soll jetzt in drei Monaten klappen – daran scheint außer dem Landesbetrieb Straßenwesen niemand mehr zu glauben. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Straße im Dezember vielleicht tatsächlich wie versprochen geöffnet wird, der Verkehr dann aber kaum über eine fertig ausgebaute Straße rollen wird. Kraftfahrer werden sich darauf einstellen müssen, dass sie zwar wieder umleitungsfrei Richtung Autobahnauffahrt Joachimsthal kommen, dabei allerdings mit gedrosseltem Tempo über eine Baustelle oder den parallel gebauten Radweg fahren müssen. Vom Landesbetrieb Straßenwesen gab es dazu keinen Kommentar, lediglich den Hinweis, dass die Verkehrsministerin zu gegebener Zeit sicher selbst dazu Stellung nehmen werde. Der fertige erste Abschnitt wird voraussichtlich jetzt nicht freigegeben. Zu groß sind die Befürchtungen, dass bei einer Freigabe für Anlieger plötzlich alle Autos und Lkw „Anlieger“ sind und die gepflasterte Ortsdurchfahrt von Klein Ziethen kaputt fahren. In der nächsten Woche will sich der Landesbetrieb mit Ziethens Bürgermeister Michael Dupont dazu abstimmen. „Unsere Gemeinde ist klar für den dreispurigen Ausbau der B 198 bis zur Autobahn. Das muss das Ziel der ganzen Region sein. Aber den ganzen Verkehr jetzt durch den Ort zu lassen, das verkraftet unsere Straße nicht. Deshalb werden wir uns dafür aussprechen, dass das neue Straßenstück noch abgesperrt bleibt“, sagt Dupont.

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