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Nur wenige Schulen mit schnellem Internet

Ein Schüler der Voltaire-Schule löst eine Aufgabe mit Tablet und Computer. Die meisten Schulen in Brandenburg warten noch immer auf einen schnellen Internetanschluss.
Ein Schüler der Voltaire-Schule löst eine Aufgabe mit Tablet und Computer. Die meisten Schulen in Brandenburg warten noch immer auf einen schnellen Internetanschluss. © Foto: dpa-Zentralbild/Bernd Settnik
dpa / 14.10.2018, 10:30 Uhr - Aktualisiert 15.10.2018, 09:07
Potsdam (dpa) Die meisten Schulen in Brandenburg warten noch immer auf einen schnellen Internetanschluss.

Von 725 öffentlichen Schulen des Landes haben nach jüngsten Zahlen nur 132 einen Internetanschluss mit einer Datenrate von mindestens 25 Megabit/Sekunde, wie das Bildungsministerium in Potsdam auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag mitteilte. Die CDU verweist darauf, dass Bildungseinrichtungen, an denen das Internet eine Datenversorgungsrate von weniger als 30 Mbit/s dauerhaft gewährleistet, laut Breitbandversorgungsstrategie der Bundesregierung als unterversorgt gelten.

Am schlechtesten ausgestattet sind in Brandenburg die 404 Grundschulen, von denen nur 60 über schnelles Internet verfügen. Von den 117 Oberschulen sind 24, von den 80 Förderschulen 13 und von 77 Gymnasien 23 relativ gut versorgt. Von den 22 Gesamtschulen verfügen nur 6 über einen schnellen Netzanschluss; von den 25 Berufsschulen ebenfalls nur 6. Die aus einer Erhebung Ende März des vergangenen Jahres stammenden Angaben beziehen sich auf das gesamte Schulgelände. Daten über die Netzverfügbarkeit in den einzelnen Klassenräumen lägen nicht vor, hieß es.

Den Angaben des Bildungsministeriums zufolge unterstützt Brandenburg den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur mit 57 Millionen Euro aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung EFRE. Weitere Verbesserungen seien in den nächsten Jahren mit der Umsetzung des Bundesförderprogramms zum Breitbandausbau zu erwarten, hieß es.

Darüber hinaus wolle der Bund im Rahmen des sogenannten DigitalPakts Schule von 2019 bis 2023 die Infrastruktur von Schulen gezielt fördern, heißt es in der Antwort an die CDU weiter. In Kombination der Fördermaßnahmen bestehe die Möglichkeit, an den Schulen „die überwiegende Mehrzahl der "weißen Flecken" zu schließen“.

Nach Ansicht des CDU-Bildungsexperten Gordon Hoffmann hat die Brandenburger Landesregierung die Digitalisierung an den Schulen „komplett verschlafen“. Es fehle ein entsprechendes Konzept mit einem vernünftigen Ziel, sagte er auf Anfrage. Notwendig sei eine eigene Initiative. „Brandenburg kann sich nicht darauf verlassen, was andere machen“, sagte er.

Mit dem DigitalPakt, über den sich Bund und Länder bis Ende dieses Jahres einigen wollen, soll die Ausstattung der Schulen mit schnellem Internet und digitaler Technik verbessert werden. Vorgesehen sind auch entsprechende Qualifizierungskurse für Lehrer.

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