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Mehr als 50 Hobby-Radler rollten 55 Kilometer rund um den Braunkohlentagebau Jänschwalde.

Saison-Abschluss
Finale der 16. Tour de MOZ und Premiere in der Lausitz

Gut gelaunt: Die Tour-de-MOZ-Teilnehmer auf dem Weg zum Gedenkfeld, dass mit großen Findlingen und schweren Kohle-Abraumschaufeln an das Dorf Weißagk erinnert.
Gut gelaunt: Die Tour-de-MOZ-Teilnehmer auf dem Weg zum Gedenkfeld, dass mit großen Findlingen und schweren Kohle-Abraumschaufeln an das Dorf Weißagk erinnert. © Foto: Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 14.10.2018, 18:45 Uhr
Forst 21 Etappen ab Mitte April mit mehr als 830 Gesamt-Kilometern: Am Sonnabend ging in der Lausitz die diesjährige Tour de MOZ zu Ende. Mehr als 50 Hobby-Radler kamen zum Finale.

Bei Uta Kessler schon um 3 Uhr der Wecker. Eineinhalb Stunden später saß die Mittsiebzigerin aus Bernau im Zug Richtung Forst, das Sportrad, Verpflegung und die rot-blaue Wetterjacke dabei. Ihr Ziel: Bohrau, ein Ortsteil von Forst. Dort startete der erfahrene Tourführer Wolfgang Ulm die letzte Etappe der diesjährigen 16. Tour de MOZ, ein 55-Kilometer-Ritt durch die Lausitz.

„So einen langen Anmarschweg, so eine große Herausforderung hatte ich lange nicht. Erstmals wurde die Tour im südlichsten Brandenburg gestartet. Da musste ich unbedingt dabei sein. Auch wenn ich erst abends, nicht vor Neun, zu Hause bin“, erzählte die sportliche Frau, die es im Jahr auf 5000 Fahrrad-Kilometer bringt. Bei der Tour de MOZ  radelt Uta Kessler im zehnten Jahr.

Mehr als 50 Teilnehmer zählte dieses Finale der 16. Tour, die die sportlichen Teilnehmer unter anderem zum Restloch des Tagesbaus Jänschwalde, zum  Aussichtspunkt des künftigen Klinger Sees führte. Dort ließen Mitglieder des Klinger Heimatvereins gerade ein Transparent mit der traurigen Botschaft anbringen: „Unsere Gutsglocke von 1655 wurde aus dem Turm gestohlen!“ Tatsächlich wurde kürzlich die Uralt-Bronzeglocke in etwa vier Metern Höhe gewaltsam aus der Verankerung gelöst und gestohlen. Von den Dieben fehlt bisher jede Spur. Der rein materielle Schaden liegt bei 11 000 Euro.

Die Geschichte des  Braunkohlentagebaus Jänschwalde erklärte Tour-Teilnehmer Bernd Briesemann. Der 54-Jährige ist dort zu Hause und im Tagebau für die Fördergeräte verantwortlich. Er kennt Tourführer Ulm, der nahe Gorgast lebt, aber in Forst arbeitet, sehr gut. „Wolfgang sprach mich an, ob ich als Fachmann die Fahrt nicht begleiten könnte. Ich konnte nicht Nein sagen, zumal sich die Anziehungskraft der Tour de MOZ auch bei uns herumgesprochen hat und ich gern Rad fahre.“

Mit von der Partie an dem Tag war auch der Frankfurter Lutz Blume. Er gehört mittlerweile zum „harten Kern“ der Tour de MOZ-Familie und  hat in diesem Jahr nur zwei der insgesamt 21 Etappen ausgelassen. „Es ist so schön, sich mit Gleichgesinnten, woher sie auch kommen, auszutauschen. Hier ist es nie langweilig. Und man sieht und erfährt so viel Interessantes ...“

Tourführer Wolfgang Ulm hat sich fast ein Dreivierteljahr auf diese neue Route vorbereitet. Bei Kartoffelsuppe und Bockwurst in der Heinersbrücker Bauernstube informierte der 58-Jährige: „Jetzt wird die Tour 2018 ausgewertet. Dann schmieden wir Pläne fürs neue Jahr.“

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