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Der Jugendclub in Giesensdorf feiert sein einjähriges Bestehen mit einer komplett neuen Einrichtung

Jugendclubs
Mehr Pep für den Treff

Larissa Benz / 15.10.2018, 21:15 Uhr - Aktualisiert 16.10.2018, 10:56
Giesensdorf/Kossenblatt (MOZ) Eine moderne Kunstleder-Bank, Sitzsäcke, eine Graffiti-Tapete: Der Jugendclub in Giesensdorf erstrahlt seit Kurzem in neuem Glanz. In einem Arbeitseinsatz Ende September haben die Kinder und Jugendlichen den Club auf Vordermann gebracht. Das Geld für die Einrichtung stellte der Landkreis, die Einrichtung gewann die Mittel in einem ausgeschriebenen Wettbewerb.

Zum ersten Mal öffnete der Club vor gut einem Jahr seine Türen. Seitdem treffen sich die jungen Mitglieder immer montags zwischen  15 und 18 Uhr. Das einjährige Bestehen feierten die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern, der Taucher Jugendkoordinatorin Ina Boy und der Leiterin Manuela Waldinger.

„Am Anfang hatten wir hier nur wenig Kinder“, erinnert sich die ehrenamtliche Leiterin. Doch schnell habe sich das Angebot herumgesprochen, Freunde wurden eingeladen, Plakate etwa an der Grundschule in Tauche aufgehängt.

Sie möchte an diesem Ort ein offenes Angebot schaffen, bei dem nichts vorgegeben wird. Oft aber habe sie Ideen, etwa für Bastelaktionen, dabei. Auch saisonale Aktivitäten wie Plätzchenbacken oder ein Muttertagsfrühstück biete sie an. 17 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren treffen sich hier laut Waldinger regelmäßig – das klassische „Juniorclub“-Alter. Solche Clubs mit Leitung gibt es in der Gemeinde Tauche noch in Ranzig und Trebatsch. Die anderen Treffpunkte in Stremmen, Kossenblatt, Falkenberg und Görsdorf werden von Jugendlichen selbst verwaltet.

Jugendkoordinatorin Ina Boy ist froh, dass Manuela Waldinger den Club mit „so viel Engagement“ führt: „Sie ist auch eine wichtige Vertrauensperson für die Kinder und Jugendlichen.“ Das bestätigt auch die 11-jährige Leyla Möbus, die regelmäßig den Club besucht: „Bei uns wird keiner ausgegrenzt, man kommt mit einem guten Gefühl hierher.“

Sie findet es besonders schön, dass sie hier Freunde treffe, die mittlerweile teilweise schon weiterführende Schulen etwa in Beeskow besuchen.

Mit den anderen beiden Juniorclubs wolle man in Zukunft noch enger zusammenarbeiten, berichtet Jugendkoordinatorin Ina Boy. So sei etwa im Sommer eine gemeinsame Fahrt in die Nähe von Berlin geplant.

Viel tut sich auch in Kossenblatt: Nachdem im Oktober vergangenen Jahres eine Pappel auf das Dach des dortigen Jugendclubs am Friedhof fiel, sind die Reparaturarbeiten mittlerweile in vollem Gange. Die Kosten in Höhe von 47 000 Euro übernehme die Versicherung, sagt Ortsvorsteher Eberhard Krüger. Er kümmerte sich  selbst um die Koordinierung der Arbeiten, da das Bauamt der Gemeinde Tauche personell dazu nicht in der Lage gewesen sei. Für diesen Einsatz wurde Krüger auch in der jüngsten Taucher Gemeindevertretersitzung gelobt. Der Ortsvorsteher betont, dass einige der Arbeiten zu Beginn auch von Gemeindemitarbeitern übernommen wurden.

Nachdem das Dach mittlerweile fast fertig gedeckt ist, soll in den nächsten Wochen die in Mitleidenschaft gezogene Fassade verputzt und die Elektrik parallel erneuert werden. Zu guter Letzt stehen noch Maler- und Fliesenarbeiten auf dem Plan. „Dann sind auch die Jugendlichen gefragt“, betont Krüger. Er wünscht sich, dass diese bei den Säuberungsarbeiten anpacken und die Einrichtung ihres Treffpunktes in Kossenblatt übernehmen.

Mit der geplanten Wiedereröffnung des Clubs Ende des Jahres soll die Zeit der Übergangslösungen für die Jugendlichen vorbei sein: Weil wegen des Schadens zunächst eine Nutzung ausgeschlossen war, durften sie einen Raum in der alten Dorfschule belegen. Später konnten sie einen Teil des beschädigten Jugendclubs wieder in Anspruch nehmen, allerdings ohne Elektrik oder sanitäre Anlagen.

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