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Kindergarten
Mini-WCs und schöne helle Räume

Frank Groneberg / 16.10.2018, 07:45 Uhr
Pohlitz (MOZ) Noch bis zum Jahresende laufen in der Kita „Fridolin“ in Pohlitz umfangreiche Sanierungsarbeiten. Der Ergänzungsbau wird bereits seit dem Sommer genutzt. Dank neuer Räume können im Haus künftig 45 Kinder betreut werden. Die Gemeinde Siehdichum investiert etwa 600 000 Euro.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir jetzt unseren Ergänzungsbau haben“, sagt Kerstin Künstler-Kuhnert. Die Schernsdorferin ist seit 2016 private Trägerin der Kita „Fridolin“ in Pohlitz und führt am Montagnachmittag durch den neu entstandenen, zweigeschossigen Anbau. Die drei Gruppenräume sind groß und hell, der Sport- und Bewegungsraum lädt zum Sporttreiben ein. Alle Türen sind mit einem Fingerschutz versehen, so dass kein Kind mehr Angst davor haben muss, sich die Finger einzuklemmen. Im Sanitärraum, der speziell für die jüngsten Kita-Kinder eingerichtet worden ist, stehen drei Mini-WCs an der gefliesten Wand. Am langgezogenen Waschbecken mit wellenförmigem Rand können sich vier Knirpse gleichzeitig Hände und Gesicht waschen. Die Kita-Chefin muss sich fürs Foto hinhocken, so niedrig ist der schicke Waschtisch angebracht.

Etwa 600 000 Euro investiert die Gemeinde Schlaubetal in die Erweiterung und Sanierung ihrer Kita. Warum? Zum einen, weil der Bedarf an Betreuungsplätzen höher ist als die Kapazität der Kita. „Wir haben eine Warteliste“, erklärt Kerstin Künstler-Kuhnert. 31 Mädchen und Jungen werden momentan in der Kita „Fridolin“ betreut, schon in den nächsten Wochen kommen weitere dazu. Mit dem für Anfang Dezember vorgesehenen Abschluss der Arbeiten steigt die Platzkapazität von derzeit 35 auf dann 45, erläutert Sven Fischer, zuständiger Sachbearbeiter im Bauamt der Amtsverwaltung Schlaubetal. Ursprünglich sei eine Erhöhung um nur fünf Plätze vorgesehen gewesen, auf 40. „Nach einer Begehung durch Vertreter des Bildungsministe­riums wurde die Aufstockung auf 45 Plätze festgelegt.“ Das Land Brandenburg fördert die Erweiterung mit 38 000 Euro.

Zum anderen wird mit dem Ergänzungsbau vor allem aber die bauliche Situation in der Kita „Fridolin“ erheblich verbessert. „Das alte Haus entsprach schon lange nicht mehr dem heutigen Standard, vor allem, weil die Räume über mehrere Etagen verteilt waren“, sagt Sven Fischer. „Das Dachgeschoss durfte nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung genutzt werden, und zwar nur bis zum Jahresende 2017. Dort, im Dachgeschoss, waren bisher drei Gruppenräume untergebracht. Allerdings ist das Geschoss nur über eine steile Holztreppe erreichbar – und das ist nach heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr zulässig. Die Gemeinde Siehdichum, die Eigentümerin des Kita-Gebäudes ist, musste daher investieren, um bauliche Defizite zu beheben.

Geplant waren die Arbeiten schon lange. Im Februar 2016 war der Zuwendungsbescheid für die Landesförderung – anteilig für die neu entstehenden Betreuungsplätze – eingetroffen. Ende Januar 2017 war die Baugenehmigung erteilt worden. Am 1. Juni vergangenen Jahres – symbolträchtig am Internationalen Kindertag – war offizieller Baubeginn. Und am 1. Juli dieses Jahres konnte der zweigeschossige Erweiterungsbau, der an den Altbau angebaut worden ist, in Betrieb genommen werden.

Was jetzt noch an Bauarbeiten läuft, betrifft allein den Altbau. Dort muss vor allem den heutigen Brandschutzbestimmungen entsprechend investiert werden. Brandschutztüren, Rauchmelder, Panikschlösser an den Türen zum Hof gehören dazu. Und der alte Fußboden aus Holzdielen wird auch erneuert.

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