Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sondersitzung zur Schulentwicklung auf Dezember verschoben / Zahlenpapier weist dringenden Handlungsbedarf aus

Schulentwicklung
Warten auf Entscheidungen

Sanierung vorbereitet: Auf der Schwanebecker Grundschule wurde die Solaranlage entfernt. Das Haus wird saniert.
Sanierung vorbereitet: Auf der Schwanebecker Grundschule wurde die Solaranlage entfernt. Das Haus wird saniert. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 17.10.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 17.10.2018, 07:38
Panketal (MOZ) Noch ehe es am Montagabend in der Panketaler Gemeindevertretersitzung zu inhaltlichen Diskussionen kam, beantragte der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses, Tobias Herrmann, die Vertagung der für Dienstagabend anberaumten Sondersitzung. Die Integrierte Kita- und Schulbedarfsplanung für Panketal, erarbeitet von der Firma Complan Kommunalberatung, sollte vorgestellt werden. Der Gemeindevertreter der Fraktion Freie Wähler/Unabhängige/Grüne aber sah große Defizite in der Vorbereitung dieser öffentlichen Sondersitzung. Er wollte eine Verschiebung auf Dezember.

Seit Mai streiten die Panketaler um eine Sondersitzung, da es zu eng in den Grundschulen wird. Daher gab die Gemeindeverwaltung die Studie in Auftrag. Die sollte öffentlich vorgestellt werden. Auch war ein Beschluss­antrag formuliert worden, die Gemeinde solle weitere Grundschulkapazitäten prüfen. Ergebnis der Studie: Es besteht „klar dringender Handlungsbedarf“ bei den Grundschulkindern inklusive Hort.

Kritisch führte Herrmann an, es sei keine Einwohnerfragestunde ausgewiesen worden. Das sei auch nicht nötig, so Uwe Voß (SPD), Vorsitzender der Gemeindevertretung. Da es um erhebliche bauliche Vorhaben ginge, erklärte Karl-Heinz Fittkau (CDU), sei eine Verschiebung zu rechtfertigen. Man müsse sich in das Papier einlesen. Auch Olaf Mangold (SPD) meinte, er könne damit gut leben. Herrmanns Fraktionskollege Heinz-Joachim Bona unterstellte der Gemeindeverwaltung, sie habe auf Fragen und Hinweise nicht umfassend geantwortet, die in den „Leitlinien Schul- und Sportpark 2030“ von März aufgeführt sind. Zur Vorbereitung der Sondersitzung sei dies unabdingbar.

Das wies Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) zurück. Er warf der Herrmann-Bona-Fraktion Verschleppungstaktik und unkonstruktives Handeln vor. „Die Verwaltung möchte endlich anfangen zu arbeiten“, sagte er mit Blick auf die Ergebnisse der Studie. Im Hortbereich fehlen perspektivisch Plätze. Ziel müsse aber eine qualitativ hohe Arbeit sein. Die Zahl der Schüler steigt in den kommenden zehn Jahren weiter, bis 2029/30 werden 17 zusätzliche Klassenräume benötigt. Das entspricht einem zwei- bis dreizügigen Grundschulbetrieb.

Die Mehrheit stimmte der Verschiebung dennoch zu.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG