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60 Jahre
Christa und Fredi Salzwedel feiern heute Diamantene Hochzeit

Brian Kehnscherper / 25.10.2018, 13:51 Uhr - Aktualisiert 25.10.2018, 14:24
Linum (MOZ) Christa und Fredi Salzwedel haben sich heute vor 60 Jahren das Ja-Wort gegeben. Ihre Diamantene Hochzeit feiern sie im Kreise ihrer großen Familie. Sogar ein Ururenkel ist dabei.

Dass Fredi Salzwedel seine Christa überhaupt kennengelernt hat, hat er seiner Mutter zu verdanken. An einem Samstag im Jahr 1956 war der Schuhmacher-Lehrling gerade auf Heimatbesuch von seiner Ausbildungsstätte in Hennigsdorf. „Ich wusste gar nicht, dass im Kurfürsten Vergnügen ist. Meine Mutter hat mir das erst gesagt“, erinnert sich der 83-Jährige. Im Tanzsaal traf er dann auf seine künftige Ehefrau. Als diese nach Hause gehen wollte, forderte ihre Schwester ihn auf: „Fredi, komm mal mit.“ Fortan trafen beide sich regelmäßig, oder: „Das  hat sich so eingebürgert“, wie der Jubilar es nennt.

Für ein junges Paar war es zu jener Zeit nicht leicht, die Zweisamkeit zu genießen. Beide hatten große Familien und kein eigenes Zimmer. Wenn sie sich trafen, saßen sie oft in der Laube von Christas Eltern, um miteinander allein zu sein. Zwei Jahre ging das so. Schließlich beschlossen beide zu heiraten. Die Trauung fand am 25. Oktober 1958 in der Linumer Kirche statt. Gefeiert wurde im Haus von Christa Salzwedels Eltern. 60 Gäste tummelten sich in zwei Zimmern. „Wir haben alles leergeräumt, um alle unterzukriegen“, erinnert sich die 80-Jährige. Bald zog das Paar in die eigenen vier Wände. Natürlich in Linum, wo bbeide ihr ganzes Leben verbrachten. Sie arbeitete 31 Jahre lang als Betreuerin in der Kinderkrippe, er 32 Jahre lang als Traktorist und Mechanisator bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Linum. Vier Kinder, sieben Enkel, fünf Urenkel und ein Ururenkel gingen aus der Gemeinschaft der beiden hervor.

Wie zwei Menschen es sechs Jahrzehnte lang miteinander aushalten? Fredi Salzwedel hat ein einfaches Rezept: „Man muss vertrauen und sich zuhören.“ Seine Frau gibt aber zu, dass beide schon gelegentlich voneinander genervt waren. „Aber das frischt die Liebe auf“, sagt sie mit einem Lächeln. In all den Jahren hätten sich beide immer wieder gegenseitig geholfen. Auch schwere Zeiten seien so stets gut ausgegangen. Als sie kurz nach der Wende in den Ruhestand gingen, verbrachten sie viel Zeit mit Reisen. Die Kinder waren groß und aus dem Haus. So ging es  an die Nordsee, nach Rügen, in den Harz oder nach Tunesien. Das Bauernhaus in Linum blieb dennoch Anlaufpunkt für die ganze Familie. Urenkelin Anne-Christine Jenrich sagt, dass ihre Urgroßeltern immer hilfsbereit und herzlich sind, wenn ein Familienmitglied ein Problem hat. Ohnehin ist der Zusammenhalt in der großen Familie stark. Fredi Salzwedel kommentiert das auf seine eigene pragmatische Art: „Wir haben uns immer Mühe gegeben.“

Die Diamantene Hochzeit wird heute in der Storchenklause gefeiert. Mehr als 30 Gäste werden erwartet. Der jüngste, Ururenkel Wilhelm, ist drei Monate alt.

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