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Hegegemeinschaft „Seelower Höhe“ feiert 25-jähriges Bestehen in Diedersdorf mit Musik, Buffet und Auszeichnungen

Jägerfest
Geselliges „Schüsseltreiben“ im Ulmenhof

Cornelia Link-Adam / 06.11.2018, 07:30 Uhr
Diedersdorf/Seelow In geselliger Runde hat die Hegegemeinschaft „Seelower Höhe“ am Sonnabendabend in der Diedersdorfer Gaststätte „Zum Ulmenhof“ ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Aktuell sind 55 Jagdpächter rund um die Kreisstadt in diesem Zusammenschluss vereint. Ein Trio wurde ausgezeichnet.

Mit einem fröhlichen „Waidmanns Heil“ begrüßte Susanne van Dyk die herbeieilende Schar schon am Eingang des extra als geschlossene Veranstaltung reservierten Saals der Kneipe. Viele Jagdpächter-Kollegen umarmte sie, ebenso deren Frauen oder Freundinnen, die auch noch mit einer kleinen Rose als Begrüßungsblume bekamen. Der Raum füllte sich. Das ließ die Kassenwartin der Hegemeinschaft lächeln. „Heute wollen wir gern gesellig auch mit Anhang feiern. Denn was wären die Jäger ohne ihre Frauen? Wenn der verschmiert und dreckig aus dem Wald kommt. Da braucht er schon eine Frau, die Verständnis für sein Hobby hat“, fügte die Alt Tuchebanderin an. Dabei macht sie das ganz ähnlich. Über ihren Lebensgefährten Hans Künzle kam sie zur Jagd. Ist ständig mit unterwegs. Kennt das Jäger-Latein, auch die Fakten. Mittlerweile bildet sie schon ihren zweiten Hund aus. Jagen sei ein tolles Hobby, das bestätigt auch der 76-jährige Künzle, der schon seit 1978 auf der Kanzel sitzt und sich noch immer zweimal die Woche die Flinte umhängt und bei Wind und Wetter in den Wald geht.

Ähnliche Geschichten gaben beim Festakt auch andere zum besten. Christian Graumann, Vorsitzender der Hegegemeinschaft im zweiten Jahr, lobte seine gute Truppe. 55 Mitglieder (Alter: Mitte 20 bis 80 Jahre) habe man aktuell. Zuständig sei die Hegegemeinschaft für rund 17 000 Hektar rund um Seelow. Eine Handvoll Frauen seien auch dabei, erzählt der 37-jährige Woriner. Hochs und Tiefs habe die Hegegemeinschaft einige erlebt, sich personell aber auch verjüngt. Man blicke positiv in die Zukunft. Der Vorstand trifft sich regelmäßig. Sie planen Veranstaltungen, laden jährlich zur Hauptversammlung mit Trophäenschau ein. Die bestaunen dann auch immer  Kita-Gruppen und Schulklassen im Saal vom Seelower Hotel „Brandenburger Hof“.

Bald beginnen auch wieder die Jagden. Fünf seien für diese Wintersaison geplant: Die erste startet am 17. November in Marxdorf, dann folgen am 24. November Diedersdorf, am 8. Dezember Gusow und am 5. Januar erneut Diedersdorf. „Und zwischen Weihnachten und Neujahr machen die Gusower wieder ihre kleine Schilfjagd“, listet der Vorsitzende auf. Angelegt werde auf Wildschweine, weibliches Rotwild, Füchse. Das müsse sein, um Wald und Flur zu schützen und zu hegen.

Angst vor dem Wolf hat keiner der Jagdpächter. Sie sind klar gegen das Wildtier, das formuliert an diesem Abend auch der frühere Vorsitzende Burghard Mordau, der nach Grußworten des Landesbauernverbands-Präsidenten Henrik Wendorff einen langen Bilder-Vortrag über 25 Jahre Hegegemeinschaft hält. Zum Jubiläum treten auch die Bläser des Jagdverbandes des Altkreises Seelow auf, blasen verschiedene Märsche, aber auch zum sogenannten „Schüsseltreiben“, sprich dem Essen. Das Buffet im Ulmenhof kommt gut an, die Getränke ebenso. Mit lockerer Zunge geht’s in den gemütlichen Teil des Jubiläums-Festes über. Ausgezeichnet werden dabei neben Burghard Mordau für seinen Vortrag auch zwei „alte Eichen“ des Vereins – Otto Vöcks (84) und Joachim Henel (79). Die Neuentempler haben federführend die Hegegemeinschaft damals mit aufgebaut. Das Trio freut sich jeweils über einen Präsentkorb.

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