Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mit der 17. Veranstaltung der Trepliner Kirmischeune wurde die Saison 2018 beendet

Mord und andere Verbrechen
Lügendetektor jetzt in der Schweiz

Erneut zu Gast in Treplin: Frank-Rainer Schurich (l.) und LKA-Mann Remo Kroll berichteten über spannende Fälle.
Erneut zu Gast in Treplin: Frank-Rainer Schurich (l.) und LKA-Mann Remo Kroll berichteten über spannende Fälle. © Foto: Wolfgang Raeke
Doris Steinkraus / 06.11.2018, 07:45 Uhr
Treplin (MOZ) Die Krimischeune in Treplin hat mittlerweile Kultcharakter. Von überall kommen die Besucher, um nicht fiktive, sondern echten Kriminalisten zu lauschen. Am Wochenende gab es die letzte Veranstaltung in diesem Jahr.

Zum 17.  Mal öffnete am Wochenende die Trepliner Krimi-Scheune. Zu Beginn gab es eine Information zum „Lügendetektor“. Das Stapferhaus in Lenzburg präsentiert in einer Ausstellung seit dem 27.Oktober Fake News, Fake-Profile und Fake-Produkte. Was ist echt, was ist wahr und was gelogen? Wem können wir, wem sollten wir vertrauen? Das die Schweizer auf die Krimi-Scheune in Treplin und den Lügendetektor aufmerksam werden, hätte Krimischeunen-Initiator Wolfgang Raeke nicht gedacht. Die Kontakte liefen über die Uni in Hamburg, wo sich Wissenschaftler mit der Wahrheitsforschung beschäftigen. Sie vermittelten den Lügendetektor  in die Schweiz, wo er bis November 2019 ausgestellt wird. Kein Problem für Raeke. Denn in Treplin gibt es leider noch keinen Raum für eine Dauerausstellung.

Am Sonnabend ging es um Serienmorde in der DDR und ein DDR-Tabuthema – Mordverbrechen, die Angehörige der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, in der ehemaligen DDR begangen hatten. Dr. Frank-Rainer Schurich und Remo Kroll informierten über ihre eigene Arbeit und Recherchen zu diesen Themen. Mit der Einbeziehung des Schauspielers Diether Jäger gelang es einmal mehr, das Thema Mord und Ermittlung auf unterhaltsame Art näher zu bringen. Dozent Schurich und LKA-Mann Kroll sind vielen durch ihre Buchreihe „Blutiger Osten“ bekannt. In jedem Jahr erscheinen neue Bände dieser Reihe.

Die Mitglieder vom Dorfentwicklungsverein, Dagmar Kautzky, Angela Jargosch, Sandra Treseler und Andreas Meyer bewirteten am Sonnabend die Gäste in der Pause mit Kaffee und Kuchen.

Im kommenden Jahr sind weitere Veranstaltungen geplant, blickt Raeke voraus. So ein Vortrag zur „Giftmischerei.“ Mischen Frauen oder Männer mehr Gift? Die echten Kriminalisten werden berichten, wie es mit diesem Mythos in der Praxis aussieht.

„Interessierte fragen immer wieder nach, wie sie einen Platz in der Krimischeune reservieren können“, weiß Wolfgang Raeke. Der Trepliner Verein habe leider keine eigene Internetseite. Deshalb gehen die Reservierungen für die Plätze nur durch eine Interessenbekundung.  „Es stehen bereits mehr  400 Adressen im Krimi-Scheunen Postkasten“, berichtet Raeke.  Über die jeweiligen Termine werde jene, die sich per E-Mail registrieren lassen, dann aktuell informiert.

Interessenbekundung für eine Veranstaltung der Krimischeune per E-Mail: Krimischeune-Treplin@t-online.de

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG