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Straßensanierung
Sperrung bleibt bis in den Dezember

Bagger im Einsatz: Noch ist von der neuen Fahrbahnoberfläche in der Ortsdurchfahrt von Kolpin nichts zu sehen. Für den Durchgangsverkehr zwischen Fürstenwalde und Storkow bleibt die Straße bis in den Dezember gesperrt.
Bagger im Einsatz: Noch ist von der neuen Fahrbahnoberfläche in der Ortsdurchfahrt von Kolpin nichts zu sehen. Für den Durchgangsverkehr zwischen Fürstenwalde und Storkow bleibt die Straße bis in den Dezember gesperrt. © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 06.11.2018, 08:15 Uhr
Kolpin (MOZ) Die Ortsdurchfahrt von Kolpin bleibt länger gesperrt als zunächst geplant. Weil die Umverlegung von Leitungen komplizierter war als gedacht, haben sich die Bauarbeiten verzögert. Der neue Gehweg wird möglicherweise erst im neuen Jahr fertig.

Auch zweieinhalb Monate nach Baubeginn ist von der neuen Fahrbahnoberfläche für die Ortsdurchfahrt von Kolpin noch nichts zu sehen. Teilweise ist immerhin bereits der neue Untergrund hergestellt, an anderen Stellen hingegen ist noch immer der alte Asphalt zu sehen. Immerhin: Heute sollen weitere Fräsarbeiten stattfinden, wie Ortsvorsteher Roland Brendel, regelmäßiger Gast bei den Baubesprechungen, am Montag mitteilte.

Der Landesbetrieb Straßenwesen, der Auftraggeber der Bauarbeiten, begründete die Verzögerung mit unerwarteten Schwierigkeiten bei der notwendigen Umverlegung von Leitungen, die unter der Straße verlaufen. „Dabei wurden weitere Leitungen gefunden, die nicht verzeichnet waren“, teilte Cornelia Mitschka, die Sprecherin der Behörde, mit. Laut Ortsvorsteher Brendel ging es dabei um Gas- und Telekomleitungen, die der Errichtung der neuen Regenentwässerung im Weg gewesen seien. Um das nötige Gefälle für die neue Fahrbahn herzustellen, hätten zudem viele Tonnen Recyclingmaterial herbeigeschafft werden müssen; der Baustoff stamme von  den Abbrucharbeiten der alten Fahrbahn der A 12.

Ursprünglich hatte der Landesbetrieb den 16. November als Fertigstellungsdatum angekündigt. Eine neue terminliche Prognose gibt es von dort nicht. Brendel sagte am Montag, bis Mitte Dezember solle die neue Straße fertig sein. Unklar sei hingegen, wie es mit dem neuen Gehweg vorangehe. Je nach Witterung könne dieser möglicherweise erst im kommenden Frühjahr fertiggestellt werden.

Die Ortsdurchfahrt von Kolpin ist Teil der Landesstraße 361, die Fürstenwalde und Storkow verbindet. Bis die Fahrbahn freigegeben ist, gilt für den Durchgangsverkehr weiterhin eine Sperrung. Die beschilderten Umleitungen führen über Markgrafpieske und Rieplos sowie über Reichenwalde und Bad Saarow. Sonderregelungen gibt es lediglich für Bewohner von Kolpin.

Bei den Betroffenen dort sind die Reaktionen auf die Bauarbeiten und die Einschränkungen unterschiedlich. Kristina Grünert hadert, sie könne ihren Bungalow am Kleinen Kolpiner See zurzeit nur über Bad Saarow erreichen. Am Montag war sie für eine Erledigung zu Fuß im Ort unterwegs. Und sie zweifelt sogar am Sinn der Baumaßnahme. „So schlecht war die Straße gar nicht.“ Adelheid Noack sieht das anders. „Es ist gut, dass die Straße gemacht wird“, sagt sie. Die Belastungen durch die Bauarbeiten seien annehmbar.

Lob für die ausführende Firma erteilt Renate Palm. „Die Bauarbeiter geben sich wirklich Mühe.“ Mit dem Auto den Ort zu verlassen, klappe wunderbar. Im Höchstfall müsse man mal ein paar Minuten warten, bis ein Baufahrzeug den Weg freigemacht habe. Ärgerlich sei lediglich, dass immer wieder Ortsfremde trotz des Verbotes durch Kolpin fahren.

Informationen zum aktuellen Baugeschehen gibt es heute Abend ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Dann tagt dort der Ortsbeirat. Weiteres Thema ist der Straßenbau auf dem Weg zum Campingplatz. Dieser hat Ende Oktober begonnen. Zunächst fanden vorbereitende Maßnahmen statt, das neue Asphaltband soll nach Angaben von Ortsvorsteher Brendel ab Mitte des Monats entstehen.

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