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Denkmalschutz
Die Waage soll erhalten werden

Noch voll funktionstüchtig: Die Waage in Großmutz wird von einigen Landwirten auch heute noch genutzt.
Noch voll funktionstüchtig: Die Waage in Großmutz wird von einigen Landwirten auch heute noch genutzt. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 11.11.2018, 06:37 Uhr
Großmutz (MOZ) Eine Waage ist ein Teil des historisch gewachsenen Erscheinungsbildes einer Landgemeinde. Wie bei einem Spritzen-, Back- oder Nacht-wächterhaus handelt es sich um ein typisches Funktionsgebäude. Insofern ist die Waage in Großmutz durchaus etwas Besonderes und sollte als Schmuck für den Ort erhalten bleiben. Während des Ortsrundganges zur Bewerbung um den Titel „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte ein Juror vorgeschlagen, die Waage in die Denkmalschutzliste eintragen zu lassen. Dies stellte der Großmutzer Ortsvorsteher Dietmar Euhus während der jüngsten Sitzung des Gremiums zur Diskussion. Doch so recht wollte sich niemand mit dem Vorschlag anfreunden, weder die Kommunalpolitiker noch die Gäste. Einigkeit herrschte indes dahingehend, die Waage zu erhalten. Denn sie werde gebraucht und auch heute noch von den Landwirten aus dem Ort genutzt.

Dass der kleine Bau in die Jahre gekommen ist, das ist zu sehen. Vermutet wird, dass die ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) in den 1960er-Jahren die Waage nebst Funktionsgebäude errichten ließ, so Erhard Hinz von der Agrar GmbH. Unterlagen dazu habe er  allerdings keine finden können. Unklar sei deshalb auch, wem genau die Waage gehöre, da sie vermutlich auf Gemeindeland stehe.

Dieser Umstand und vor allem das sich seit Jahren hinziehenden Gerangel mit dem Denkmalschutz um Sanierung des ehemaligen Spritzenhauses in Glambeck, waren dann auch der Grund dafür, von einer Eintragung in die Denkmalschutzliste abzusehen. Wer weiß, ob wir dann die Waage überhaupt noch nutzen dürfen? und Wer weiß, welche Auflagen es dann gibt, um die Waage instand zu setzen? Das waren nur zwei Gründe für die Ablehnung.

Dennoch soll die Waage erhalten bleiben, eben weil sie genutzt wird. Sie für den allgemeinen Betrieb zu unterhalten, das bot Hinz an.

Parallel dazu will sich der Ortsbeirat mit dem Bauamtsleiter des Löwenberger Landes beraten, wie notwendige Reparaturarbeiten, beispielsweise am Dach oder in absehbarer Zeit an den Bohlen auf der Wiegefläche, ausgeführt werden können.

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