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Ortsentwicklung
Heinersdorf will energieautark werden

Haben Zukunftspläne: Ortsvorsteherin Jane Gersdorf, Franz Hunka, Steffen Adam sowie Stefanie Dorsch und Markus Haastert von der regionalen Entwicklungsberatung BE- Solutions (v.l.) haben mit Einwohnern über Potenziale von Heinersdorf diskutiert.
Haben Zukunftspläne: Ortsvorsteherin Jane Gersdorf, Franz Hunka, Steffen Adam sowie Stefanie Dorsch und Markus Haastert von der regionalen Entwicklungsberatung BE- Solutions (v.l.) haben mit Einwohnern über Potenziale von Heinersdorf diskutiert. © Foto: Bettina Winkler/MOZ
Bettina Winkler / 21.11.2018, 06:30 Uhr
Heinersdorf (MOZ) „Was steckt in Heinersdorf?“, diese Frage wurde am Montagabend im Kulturzentrum diskutiert.

Eingeladen hatte der Verein Denk-mal-Kultur und die regionale Beratungsgesellschaft BE-Solutions, die im Auftrag der Gemeinde und des  Vereins – der  sich seit Jahren für die Sanierung und Wiederbelebung des Heinersdorfer Herrenhauses engagiert – konkrete Entwicklungspotentiale für den gesamten Ort Heinersdorf erarbeiten soll.

„Die Erstellung dieser Potenzialanalyse wurde mit 20 000 Euro aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert“, sagte Ortsbeiratsmitglied Steffen Adam, der gleichzeitig auch als Ansprechpartner für das Projekt im Verein Denk-mal-Kultur fungiert. „Bei der Potenzialanalyse wollen wir über den Tellerrand schauen, den Ort und das Umland einbeziehen“, erläuterte Markus Haastert von der regionalen Beratungsgesellschaft, die derzeit viele Gespräche mit Heinersdorfern  und ansässigen Unternehmern führt. Zudem ist Haastert erst kürzlich von Berlin nach Steinhöfel in den ehemaligen Thierbachshof gezogen – das sorgt beim Fachmann für regionale Kompetenz.

In den Gesprächen geht es um kulturelle, touristische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte sowie Synergieeffekte der vorhandenen Örtlichkeiten wie Herrenhaus, Alte Brennerei, Feuerwehrscheune und Haus des Wandels. „Wir erfahren dabei von den Einwohnern großes Interesse, Offenheit zur Thematik und Ideen“, sagte Haastert.

Aus den gesammelten Fakten müssen die Experten nun bis Ende des Jahres eine unabhängige Grundkonzeption zur Weiterentwicklung des Ortes, die auch als Vorlage für potentielle Fördermittelgeber dient, erstellen. Dazu soll es eine öffentliche Präsentation geben. Ein Fakt wurde von den zwölf Gästen besonders diskutiert: ein Energiekonzept zur autarken Versorgung von Heinersdorf. „Mit See, Biogasanlage und Windkraftanlagen  wäre  alles was wir brauchen vor Ort“, sagte Steffen Adam, für den es von enormer Wichtigkeit ist, dass alle Beteiligten am einem Strang ziehen.

Bevor die Visionen wahr werden könnten,  muss das heruntergekommene Herrenhaus – einst das Schmuckstück im Ort – dringend saniert werden. Über sieben Millionen Euro sind dafür veranschlagt – die erforderlichen Eigenmittel über mehrere Jahre verteilt im Haushalt der Gemeinde Steinhöfel eingeplant. Sollten irgendwann Fördermittel für den Ausbau kommen, muss die Gemeinde flüssig sein.

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