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Landleben
Dorfladen geht an den Start

Freut sich auf Kunden: Sofia Rothenberger
Freut sich auf Kunden: Sofia Rothenberger © Foto: MOZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 28.11.2018, 12:15 Uhr
Großmutz (MOZ) Frische Brötchen, und zwar nicht im heimischen Backofen aufgebacken, sondern vom Bäcker aus dem Laden, darauf können sich die Großmutzer am Wochenende erstmals freuen. Jeweils von 7.30 bis 10.30 Uhr können die Backwaren im Hof- und Dorfladen von Sofia Rothenberger gekauft werden.

Für die gebürtige Großmutzerin geht damit ein Traum in Erfüllung. Seit gut anderthalb Jahren bastelt sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten an dem Konzept für den Hof- und Dorfladen. Geboren wurde die Idee, weil beide passionierte Jäger sind. Sie sind zwar keine Jagdpächter, kooperieren jedoch mit Partner aus der Region. Das Fleisch selbst zu nutzen, ist eine Option. Doch was ist mit dem Rest? Daraus Schinken und Wurst herstellen und verkaufen, das war der Grundgedanke für den Hofladen. Die Genehmigung dafür haben sie inzwischen vorliegen, denn in Deutschland ist alles geregelt. Versucht haben sie sich an Blut- und Leberwurst, auch an Brat- und Bockwurst. Das Besondere daran sei der würzige Geschmack, weil Wildtiere eben nicht gefüttert werden, sondern sich von dem ernähren müssen, was sie in der Natur finden. So entstand die Idee von der Selbstvermarktung  der Produkte im eigenen Hofladen. Doch die Frage war, ob das Konzept ausreicht? Da kam Sofia Rothenberger auf die Idee, den Hof- mit einem Dorfladen zu kombinieren. Warum nicht für jene, die nicht so mobil sind und nach Löwenberg oder Gransee zum Einkauf ausweichen können, eine bestimmte Produktpalette vorhalten? Das sind eben die frischen Brötchen und das Brot fürs Wochenende, heimische Produkte wie die Eier von den Hühnern auf dem Hof sowie Gemüse und Obst von Händlern aus der Region. Eine Auswahl an Säften, Weinen und Marmeladen ergänzt das Angebot, ebenso sind Waren des täglichen Bedarfs wie Seife, Zahncreme, Waschmittel und andere Pflegeprodukte zu haben.

Zusätzlich steht das Angebot, auf Nachfrage oder Bestellung zu liefern. Dazu gehört der Rehbraten ebenso wie Backutensilien, um beispielsweise jetzt im Advent Plätzchen backen zu können.

Ob das Konzept aufgeht, da kann die Großmutzerin nur hoffen. Doch blickt sie optimistisch in die Zukunft, dass sich das Angebot herumspricht, eben auch in Glambeck und Hoppenrade. „Ich hoffe auf einen Mix von Kunden, die einerseits aus dem Dorf und den Nachbargemeinden kommen, aber ebenso auf Touristen, die durch Großmutz fahren und die Gelegenheit zum Einkauf nutzen“, sagt sie. Dann räumt sie die letzten Regale ein, natürlich passend für einen Hoflafen selbst gebaut.(veb)

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