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Lietzener zufrieden mit neuem Gerätehaus / Nach der Einweihung wird nun schon das nächste Event für 2019 vorbereitet

Neubau
Motivationsschub zum Feuerwehrjubiläum

Im neuen Domizil: Ortswehrführer Roland Marggraf vor seinem Spind im Gerätehaus in Lietzen. 417 000 Euro flossen in den Neubau, davon wurden 220 000 Euro durch Bund und Land gefördert.
Im neuen Domizil: Ortswehrführer Roland Marggraf vor seinem Spind im Gerätehaus in Lietzen. 417 000 Euro flossen in den Neubau, davon wurden 220 000 Euro durch Bund und Land gefördert. © Foto: Anett Zimmermann/MOZ
Annett Zimmermann / 29.11.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 29.11.2018, 08:34
Lietzen (MOZ) Die Feuerwehr der Gemeinde fühlt sich wohl in ihrem neuen Domizil. Es war mit einem großen Tag der offenen Tür übergeben worden. Vor dem steht jetzt eine junge Zierweide. „Ein Geschenk“, sagt Ortswehrführer Roland Marggraf.

In der Lietzener Feuerwehr laufen bereits die Vorbereitungen auf das nächste Ereignis bereits auf Hochtouren. Denn, so erklärt der Wehrführer: Am 31. August 2019 wollen Lietzen und die Feuerwehr ein Doppeljubiläum feiern – die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes vor 775 Jahren und die Gründung der Feuerwehr vor 110 Jahren. Da soll die ganze Hinterstraße von der Kirche bis zum Gerätehaus zur Festmeile werden.

Ein dreiköpfiges Festkomitee um Gemeindevertreter Burkhard Ortel berät dazu bereits regelmäßig, berichtet Anke Marggraf. Sie ist die Vorsitzende des vor acht Jahren gegründeten Fördervereins der Feuerwehr mit etwa zwei Dutzend Mitgliedern. Mit 50 hat sie noch ihre Truppmannausbildung gemacht, gehört wie die beiden Söhne der Marggrafs inzwischen also zu den Einsatzkräften. „Ich war doch schon immer bei der Feuerwehr“, sagt sie lachend und übernimmt vor allem den Part der Rettungssanitäterin. „Die Ausbildung habe ich vor 15 Jahren mal zur Sicherheit gemacht“, sagt sie. Anke Marggraf leitet die Kita „Die kleinen Strolche“ in Petershagen.

Roland Marggraf freut sich über das saubere und geräumige neue Gerätehaus. Die Lietzener Feuerwehrleute haben lange darum gekämpft, selbst Eigenleistungen beim Anriss des alten Gerätehauses erbracht. „Damit ist unser Standort nachhaltig gesichert“, sagt er. Vorher habe er doch arge Bauchschmerzen gehabt. „Seit wir 1991 einen LO bekommen hatten, haben wir nach einer geeigneten Unterkunft gesucht“, blickt Marggraf zurück. Seither stand das Fahrzeug der Lietzener Wehr in einer ehemaligen Traktorengarage auf einem Privatgrundstück. Als Versammlungsraum wurde das Gemeindehaus genutzt.

Im neuen Gerätehaus gebe es endlich auch einen ausreichend großen Lagerraum und eine Toilette. Im Flur stehen die offenen Spinde der Einsatzkräfte. 24 sind es zurzeit, darunter drei Frauen. Jeder der Schränke ist mit einem Namen versehen, die Helme stehen obenauf. Die Alters- und Ehrenabteilung zähle sechs Mitglieder, sagt Marggraf, die Jugendfeuerwehr neun Mitglieder unter 15 Jahren.

In der Fahrzeughalle steht heute ein W50, Baujahr 1984. „Den haben wir vor drei Jahren bekommen“, erzählt der Wehrführer. Seit elf Jahren ist er selbst bereits im Amt. „Allein mit dem Fahrzeug hatten wir uns bereits wesentlich verbessert.“ Als Tanklöschfahrzeug habe es 2000 Liter Wasser an Bord.

Zur nächsten geselligen Veranstaltung lädt die Feuerwehr mit ihrem Förderverein nach dem Jahreswechsel ein: zum Knutfest, dem gemeinsamen Weihnachtsbaumverbrennen. Das Osterfeuer am Gründonnerstag habe ebenfalls schon Tradition. „Das Drachenfest am 3. Oktober haben wir vom Heimatverein übernommen “, berichtet Marggraf und fügt auf Nachfrage hinzu, dass sich der Verein aufgelöst habe. Halloween am 30. Oktober sei die dann vierte Veranstaltung im Jahr.

Wie in vielen anderen Orten gibt es auch in Lietzen noch ein altes Spritzenhaus. „Da passte ja nur ein Anhänger für einen Traktor rein“, sagt der Wehrführer und erinnert noch einmal: „Deshalb war der erste LO für uns ein großer Fortschritt.“ Bis heute leiste das Spritzenhaus aber gute Dienste: „Für unsere Wettkampfausrüstung und Ersatzteile für den W50.“

In der Dorfstraße 37 wünschen die Kinder und Erzieherinnen der Kita „Kleine Waschbären“ von einem großen Bild aus „Viel Glück im neuen Haus“. Vor sechs Jahren habe die Feuerwehr mit ihrem Förderverein und weiteren Unterstützern dort Baufreiheit geschaffen. „Wir haben das alte Wohnhaus abgerissen“, erzählt Marggraf. In dem Haus habe früher Wilhelm Elving gewohnt. „Der war hier Ortswehrführer nach dem Krieg.“

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