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Bildung
Elf Schüler sind hervorragende Vorleser

Jörg Kühl / 29.11.2018, 09:00 Uhr - Aktualisiert 29.11.2018, 10:22
Friedland (MOZ) Elf Schüler haben an der Friedländer Grundschule am Vorlesewettbewerb  teilgenommen. Sie wurden zuvor in ihren Klassen als gute Leser identifiziert. Sechstklässlerin Luisa Müller wird die Schule nun beim Kreisausscheid vertreten.

2018 ist das Jubiläumsjahr des Vorlesewettbewerbs. Seit 60 Jahren wird der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert. Die Friedländer Grundschule beteiligt sich seit mehreren Jahren am Wettbewerb. Am Mittwoch waren die beiden Klassenzimmer im obersten Stockwerk literarische Wettkampfbühne. Die besten Vorleser der Klassen drei und vier lasen vor der Jury, zu der auch Schulleiterin Elke Lange gehörte. Ihr Mit-Juror Michael Ziaja, der als Vater schon drei Kinder in der Friedländer Grundschule hatte, liegt viel daran, Kinder beim Lesen zu unterstützen.  Er ist auch als ehrenamtlicher Lesepate  tätig. Weitere Jurymitglieder waren Lehrerin Marion Weiß sowie die Schüler Emily Jachmann (Kl. 5) und Lenny Schultz (Kl. 6).

In den Klassenstufen 3 und 4 waren sechs Schüler an den Start gegangen. Als Pflichtlektüre wurde der Kinderbuch-Klassiker „Michel bringt die Welt in Ordnung“ von Astrid Lindgren abverlangt. Den ersten Platz sicherte sich Celina Cecile Prestin aus der Klasse 4. Sie las aus ihrem Wahl-Buch Crenshaw – Einmal schwarzer Kater  von Katherine Alice Applegate. Zweite  wurde Viertklässlerin  Amy Miersch, Laura Rathke, ebenfalls aus Klasse 4, stieg aufs Bronzetreppchen.

Bei den Schülern der Klassen 5 und 6 war es mindestens ebenso spannend, schließlich geht aus dieser Altersklasse die Schülerin oder der Schüler hervor, die die Friedländer Bildungseinrichtung auf Kreisebene vertritt. Als Pfichtlektüre musste „Flipper – Das Geheimnis der Delfine“ von Andy Brandt gelesen werden. Die meisten Wertungspunkte erhielt Luisa Müller aus der Klasse 6. Sie las im Wahlbereich aus dem Buch „Lotta Leben“ von Daniela Kohl und Alice Pantermüller. Zweite wurde Vanessa Ruf, drittbeste Vorleserin in der Altersklasse 5/6 wurde Lena Marie Fröhlich. In der Jury saßen die Lehrerinnen Kerstin Ziehe und Marina Schulze, die Mutter Kerstin Prestin, Großmutter Karla Rabe sowie Schüler Jannes Kindt aus der sechsten Klasse.

Lehrerin Kerstin Ziehe hatte bei den Größeren extra ein Mikrofon samt Verstärker aufgebaut. Hintergrund ist, dass diese technische Ausrüstung Bestandteil des Ausscheides auf Kreisebene ist. „So können sich unsere Vorleser schon mal daran gewöhnen wie es ist, in ein Mikro zu sprechen.“

„Beim Vorlesewettbewerb geht es nicht um das möglichst fehlerfreie Abspulen eines einstudierten Textes“, heißt es in den Bewertungsregularien. Vielmehr ist der Wertungsbereich auf drei Schwerpunkte aufgeteilt: Textverständnis, Lesetechnik und Textgestaltung. Die Teilnehmer stellen zunächst ihr Buch vor, lesen dann eine oder mehrere Passagen daraus und stellen sich anschließend den Fragen des Publikums. Dabei sollte sich idealerweise herauskristallisieren, wer das Buch tatsächlich komplett verstanden hat und wer es nur oberflächlich oder nur teilweise gelesen hat. Bei der Präsentation der Friedländer Vorleser am Mittwoch hatten die Jurymitglieder bei allen Kandidaten den Eindruck, dass die Wahl-Bücher von den Vorlesern verinnerlicht waren.

Wie der Börsenverein des Deutsche Buchhandels mitteilt, müssen die Schulsieger bis 15. Dezember benannt werden. Der Kreisausscheid findet Ende Januar statt. Der genaue Termin und der Ort werde zeitnah veröffentlicht.

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