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Unterstützung von Gemeinde Berkholz-Meyenburg eingefordert / Küche im Gutshaus fehlt

Dorfverein
Dorfverein fühlt sich vergessen

Gemeinsam essen: Der Dorfgemeinschaftsverein Berkholz-Meyenburg lud zum 2. Novemberschmaus. Es kochen Leute aus dem Dorf.
Gemeinsam essen: Der Dorfgemeinschaftsverein Berkholz-Meyenburg lud zum 2. Novemberschmaus. Es kochen Leute aus dem Dorf. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 04.12.2018, 06:15 Uhr
Berkholz-Meyenburg (MOZ) Der Dorfgemeinschaftsverein Berkholz-Meyenburg möchte stärker in die Entwicklung der Gemeinde einbezogen werden und erwartet auch mehr Unterstützung.

Wie die Mitglieder durch die MOZ erfuhren, wird im Rahmen der Dorferneuerung an Zukunftsprojekten für jede Gemeinde des Amtes gearbeitet. Dafür wurde ein Planungsbüro ins Boot geholt. Bürgermeister Gerd Regler erklärte, dass derzeit erst die Vorarbeiten laufen und dann der öffentliche Prozess beginne, bei dem alle Bürger mit ihren Ideen mitwirken sollen. Konkrete Vorhaben gebe es nicht.

Eine Einwohnerin meinte, dass in anderen Gemeinden mehr geschehe als in Berkholz-Meyenburg. Es sei schön für Pinnow, dass eine Großküche auf dem Gutshof entsteht. Dafür gab es gerade den Fördermittelbescheid. „Wir haben auch ein historisches Gebäude, das vor sich hingammelt!“ Damit meinte die Berkholzerin das örtliche Gutshaus.

Hier finden mehrere Veranstaltungen im Jahr statt wie die Frauentagsfeier, das Kinderfest und erst vor Kurzem der November-Schmaus mit mehr als 100 Gästen.

„Wir nutzen die Räume der ehemaligen Gaststätte. Da ist keine Möglichkeit, etwas abzustellen. Es gibt keinen Geschirrspüler. Gläser stehen in Kartons. Schmutziges Geschirr mussten wir beim Novemberschmaus in Wäschekörben hoch- und runtertragen. Es gibt kein warmes Wasser zum Abwaschen im Gutshaus. Nicht mal ein paar Tausend Euro für eine kleine Küche, um Veranstaltungen durchführen zu können“, schilderte sie.

Auch die Gemeindevertreter bekämen Informationen über Veranstaltungen. Sie würden sich allerdings sehr rar machen, hieß es. Dabei sei der Verein ganz aktiv geworden und will für die Gemeinde etwas machen. Diese kümmere sich jedoch nur um die Rentner.

Die Probleme seien so an ihn bisher nie herangetragen worden, erklärte Bürgermeister Regler. Rund 700 000 Mark seien in Berkholz-Meyenburg investiert worden, vor allem in den 1990er-Jahren. Dann sei die Vereinsarbeit zeitweilig eingeschlafen, weil es zu wenig aktive Leute gegeben habe. Investitionen müssten sich auch lohnen.

Es gibt Themen, „die sind infrastrukturell zu lösen und Sache der Einwohnerschaft“, stellte Amtsdirektor Detlef Krause fest. Solche Probleme müssten auch in der Gemeinde kommuniziert werden. Über Hilfe könne man reden. Geschirr und Schränke anzuschaffen, sei kein großes Thema. „Darüber müssen wir im 2019er-Haushalt reden“, sagte er. Man solle eine Liste machen, was gebraucht wird und was es kostet. Die Gemeinde habe einen eigenen Haushalt, der von der Gemeindevertretung beschlossen wird.

Was Investitionen anginge, erinnerte er an den Straßenbau in Berkholz, in den rund 1,76 Millionen Euro flossen. Den hätten andere Gemeinden nicht.

„Wir werden uns mit interessierten Leuten zusammensetzen und beraten, welche kleinteiligen Dinge wir wollen, was wir selber lösen können und wo wir Hilfe brauchen“, so Marko Mentag. Um die Kommunikation zwischen Verein und Gemeinde zu verbessern, schlug Jörg Peter-Mentag vor, dass ein Gemeindevertreter an den Sitzungen des Dorfgemeinschaftsvereins teilnimmt. Vielleicht bekäme man so auch noch jemanden von den jungen Leuten dazu. Man wolle die Gemeindevertreter nicht nötigen, sagte Gerd Regler. Aber man werde sich mit dem Dorfverein in Verbindung setzne. Die Gemeindevertreter könnten sich ja abwechseln.

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