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Gastronomie
Lindeneck-Betreiber hören auf

Nehmen bald Abschied vom Lindeneck: Dieter Fraatz und Partnerin Gerlinde Schwarz hören aus Altersgründen auf.
Nehmen bald Abschied vom Lindeneck: Dieter Fraatz und Partnerin Gerlinde Schwarz hören aus Altersgründen auf. © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 04.12.2018, 06:30 Uhr
Hartmannsdorf (MOZ) Der Gasthof zum Lindeneck in Hartmannsdorf steht vor einer ungewissen Zukunft. Die bisherigen Betreiber Dieter Fraatz und Gerlinde Schwarz hören auf. Gespräche mit möglichen Nachfolgern hat es bereits gegeben – in trockenen Tüchern ist aber noch nichts.

Es kommt vor, dass ein Dorfgasthof schließt, weil die Gäste wegbleiben. Im Fall von Hartmannsdorf ist das ganz anders. „Es läuft sehr gut“, sagt Dieter Fraatz, der in der Küche die Gerichte zubereitet, während sich seine Partnerin Gerlinde Schwarz und Aushilfskräfte um den Service kümmern. Die Gäste kämen bis aus Berlin. In den Sommermonaten machten oft Radfahrer Station im Lindeneck.

Zum Ende haben sich die beiden aus Altersgründen entschlossen. „Wir gehen beide auf die 70 zu, und allmählich wird es uns zu viel“, bekennen sie. Das sei auch der Grund, warum es seit einiger Zeit einen weiteren Ruhetag gibt. Außer montags und dienstags ist das Lindeneck jetzt auch mittwochs geschlossen.

Deutsch-österreichische Küche bieten Dieter Fraatz und Gerlinde Schwarz ihren Gästen. „Ich habe früher auch im Ausland gearbeitet, auch in Österreich“, erläutert er, wie es dazu kam, dass in Hartmannsdorf zum Beispiel Wiener Tafelspitz auf der Speisekarte steht und zum Nachtisch Kaiserschmarrn und Palat-Schinken gereicht werden. Bevor das Paar im Jahr 2000 das Lindeneck übernahm, bewirtschaftete es die Gaststätte in Burig.

Ein genauer Zeitpunkt für den Abschied von Dieter Fraatz und Gerlinde Schwarz steht noch nicht fest. In der Adventszeit und zu Weihnachten sind sie aber definitiv noch für ihre Gäste da. „Bis Jahresende machen wir auf jeden Fall weiter“, sagt der gelernte Küchenmeister Fraatz. Sein Ziel sei ein nahtloser Übergang zu den Nachfolgern, mit denen der bisherige Wirt bereits in Kontakt war. „Sie kommen aus Berlin und wollen unser Konzept weiterführen“, sagt er.

Das bestätigt Spreenhagens Bürgermeister Bernhard Baumann. Auch er hat bereits mit den Berlinern gesprochen, denn die Gaststätte an der Ecke Schulstraße/Spreenhagener Straße und auch die Wohnung in der oberen Etage des Gebäudes sind im Eigentum der Gemeinde. Einen Pachtvertrag mit den Nachfolgern gebe es aber noch nicht, sagt er, und mittlerweile habe er seit drei bis vier Wochen nichts mehr von den Interessenten gehört.

In ihrem Wunsch, dass es mit dem Lindeneck unter neuer Regie weitergeht, sind sich Fraatz und Baumann einig. „Es wäre das schönste und beste, was uns passieren kann“, sagt der Bürgermeister, der selber in Hartmannsdorf wohnt.

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