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Am „Alten Seelower Kaufhaus“ werden die Außenanlagen gestaltet / Viele Details und schmückende Elemente

Endspurt am Ex-Kaufhaus
Dickes Lob für Landschaftsbauer

Doris Steinkraus / 08.12.2018, 07:00 Uhr
Seelow (MOZ) Am „Alten Seelower Kaufhaus“, wie der Komplex der Seelower Wohnungsbaugesellschaft nun offiziell heißt, läuft der Endspurt. Am 11. Januar 2019 ist Übergabe. Besonders gefordert sind jetzt die Landschaftsgestalter, die das I-Tüpfelchen aufsetzen.

„Das ist auch für uns ein Prestigeobjekt“, sagt Robby Steinberger, Geschäftsführer der Seelower Firma Gela Bau. „Wir sind ein Unternehmen der Stadt und können hier unsere Visitenkarte hinterlassen. Das macht schon stolz.“ Seine Firma ist zuständig für die Erledigung sämtlicher Außenarbeiten. „Nur“ mit Pflastern ist es dabei nicht getan. Auf dem Hof mussten erst einmal diverse Schuppen und Anlagen abgerissen werden. „Wir haben tonnenweise Schutt allein aus dem Innenhof gebracht“, erklärt Steinberger.  Landschaftsarchitekt Andreas Kittner aus Frankfurt bestätigt: „Wir dachten, man nimmt die brüchige Betonoberfläche raus und kann dann neu gestalten, aber so war es nicht“, berichtet er. „Als das Kaufhaus gebaut wurde, hat man offensichtlich allen Schutt, der zum Teil noch aus Ruinenteilen des Krieges stammte, einfach reingeschoben, mit Erde verfüllt und dann Beton geschüttet.“ Das ist kein dauerhafter und haltbarer Unterbau, erklärt Kittner, der die gesamte Gestaltung des Außenbereiches geplant hat und betreut. Es musste metertief ausgebaggert werden.

Inzwischen ist von diesen Anfangshürden nichts mehr zu sehen. Fast alle 32 Stellplätze auf dem Innenhof sind schon gepflastert. Derzeit werden die letzten Lücken geschlossen, erfolgt die Anbindung durch den kleinen Tunnel Richtung Straße. Auch im vorderen Bereich des alten Kaufhauses haben die Männer von Gela Bau beim Abriss der alten Treppen reichlich Schutt entsorgt.

Andreas Kittner spart nicht mit Lob für die Seelower. Das laufe völlig unkompliziert und kollegial. Die Männer um Bauleiter Frank Übel sowie Vorarbeiter Holger Liebs würden sehr umsichtig und zuverlässig arbeiten. Das sei keinesfalls bei allen Bauvorhaben so. Schon gar bei einem dieser Komplexität. Es gehe eben nicht nur um Pflasterarbeiten, sondern um viele Details – Vorsprünge, Kellerfensterumrandungen, Eingänge und Ecken. „Und dann sind wir ja nicht allein auf der Baustelle,“ macht Robby Steinberger deutlich. Viele Gewerke des Innenausbaus seien noch zugange. „Da muss man sich immer wieder  abstimmen. Aber es klappt bestens“, versichert der Geschäftsführer. Andreas Kittner ist jetzt ständig auf der Baustelle, spricht viele Einzelheiten mit den Planern von pro3 ab. „Das passt einfach, es funktioniert reibungslos“, ist er froh.

Die Gela-Bauarbeiter arbeiten seit Wochen auch am Sonnabend, um bis zur Übergabe im Januar das Gros der Außenbereiche fertig zu stellen. Ende kommender Woche sollen die Arbeiten im Innenhof, der jetzt sehr groß wirkt, abgeschlossen sein. Neben den Stellplätzen entstehen auch eine Mülleinhausung und eine Sitzecke, die später von den Bewohnern genutzt werden kann.

„Unsere Männer identifizieren sich mit der Baustelle, murren nicht, wollen auch, dass alles so fertig wird, wie geplant“, lobt Steinberger seine Mannschaft. Acht bis zehn Männer sind seit Oktober täglich auf der Baustelle. Zu den letzten Arbeiten gehört jetzt die Gestaltung des Gewegbereiches an den beiden Straßenseiten. In der Küstriner Straße ist das relativ einfach für die Männer. In der Ernst-Thälmann-Straße gibt es jedoch viele Ecken und Kanten. Direkt vor den Fenstern entsteht wieder ein Gehweg – mit behindertengerechten Zu- und Abgängen. Die kleine Mauer wurde als schmückendes Element erneuert. Die grauen Steine hat Andreas Kittner auf die großen neuen Fenster des Hauses abgestimmt. „Ob Innen- oder Außen. Es wird ein  Schmuckstück für Seelow und das freut uns sehr“, so Sewoba-Chef Hans-Peter Thierfeld.

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