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Weihnachtsmarkt
Lichterglanz auf dem Postplatz

Aileen Hohnstein / 09.12.2018, 19:32 Uhr
Hennigsdorf Lichterzauber, Weihnachtsmann und ein Hauch Mittelalter: Der Hennigsdorfer Weihnachtsmarkt auf dem Postplatz sorgte am Wochenende für ausgelassene Adventsstimmung.

„Na, die haben sich aber viel ausgedacht für einen Weihnachtsmarkt“, meinte eine Besucherin anerkennend zu ihrer Begleitung, als beide am Sonnabend auf dem Postplatz stehen und für einen ersten Eindruck den Blick schweifen lassen. Von Freitag bis Sonntag fanden Besucher in den Pagodenzelten Geschenkideen und kunsthandwerkliche Produkte. Mittendrin: mittelalterliches Ambiente. Da gab es Baumstriezel nach alter Rezeptur und Schwein am Spieß. Der kleine Schmied Pi bearbeitete in traditioneller Weise glühendes Eisen. „Ich habe mein Herz an Hennigsdorf verloren“, sagte der Berliner, der Thomas Thun heißt und auch in Hennigsdorfs Alter Schmiede arbeitet.

In der Nähe wärmten sich eine mittelalterliche Herzogin und ihre Kammerfrau mit einem Glühwein auf. „Richtig glücklich bin ich nicht. Selbst der Weihnachtsmann findet uns in diesem Jahr nicht“, ärgerte sich die Kremmenerin Annette Hograewe, die im Herzogingewand Rohhautlaternen und Mistelzweige verkaufte. Durch die Neugestaltung des Postplatzes seien sie in die zweite Reihe gerückt worden.

Für die Besucher blieb dieser Frust verborgen. Sie staunten über Weihnachtselfen auf hohen Stelzen, Kinder winkten ihrer Familie begeistert vom Karussell aus zu und in einem gut beheizten Zelt wurde die Berliner Kindereventagentur „Das Wunschpaket“ mit ihrer Weihnachtsbäckerei und Wichtelwerkstatt zum beliebten Anlaufpunkt für Familien. „Wir sind heute mit unserer Enkelin hier. Das mit dem Backen und Basteln finde ich sehr schön“, sagte die Hennigsdorferin Kornelia Boldt. „Man trifft auch viele Bekannte. Der Weihnachtsmarkt gehört hier einfach dazu.“

Auf der Bühne traten Kita- und Grundschulkinder, Unterhaltungskünstler und Bands auf. Die kultige Schlagerkombo Wind sorgte vor der Bühne für viel Trubel. Das Trio, das kurzfristig für die erkrankte Sängerin Kristina Bach eingesprungen war, heizte seinem Publikum mit Schlagerhits wie „Rote Lippen soll man küssen“ oder „Moskau“ von Dschinghis Khan ordentlich ein.

„Das war eine super Show“, resümierte Wolfgang Manfred Günther Jausch. Der Hennigsdorfer war gemeinsam mit Freunden gekommen, und zwar extra für das abwechslungsreiche Bühnenprogramm. Seine Nicki zog ihrerseits jede Menge verliebter Blicke auf sich. Mit einem kleinen Weihnachtsmützchen auf dem Kopf war der zweijährige Jack Russel mindestens genauso beliebt wie sein menschliches Pendant mit dem stattlichen weißen Rauschebart.

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