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Weihnachtsmarkt
Zehdenicker Lichterglanz

Blick auf das Markttreiben: Hell erleuchtet und bunt präsentiert sich der Zehdenicker Markt aus der Vogelperspektive.
Blick auf das Markttreiben: Hell erleuchtet und bunt präsentiert sich der Zehdenicker Markt aus der Vogelperspektive. © Foto: Ingo Pahl
Wolfgang Gumprich / 09.12.2018, 20:09 Uhr
Hennigsdorf Selbst der Weihnachtsmann musste zugeben: Es war schon „richtig usselig“, was Petrus zu Beginn des Weihnachtsmarktes an Wetter ausgesucht hatte. Es tröpfelte bis in den Abend.

Das „usselige Wetter“ tat der guten Stimmung auf dem Marktplatz keinen Abbruch, die Zehdenicker besuchten „ihren“ Weihnachtsmarkt. Dirk Wendland als stellvertretender Bürgermeister eröffnete den Markt und begrüßte neben dem Weihnachtsmann auch den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Hartmut Leib auf der großen Bühne vor dem Rathaus. Wendland bedankte sich beim Autohaus Wiezner-Müller, weil das nicht nur den Weihnachtsmann zum Marktplatz transportierte, sondern weil es auch die gut 13 Meter hohe Tanne gestiftet hatte. Die möge, so wünschte es sich der stellvertretende Bürgermeister, für die Vorweihnachtszeit der große Blickfang für die Stadt sein.

Mit dem Anschnitt des Weihnachtsstollens folgte dann die erste Attraktion. In diesem Jahr wurde er von der Konditorei Ines und Danny Jahn spendiert, die ein über hundert Jahre altes Rezept für ihre Stollen hütet. Schnell war der 1,80 Meter lange Stollen aufgeschnitten und unter den Besuchern verteilt. Rundum auf dem Marktplatz boten Stände des Zehdenicker Sportvereins, der Lebenshilfe sowie der evangelischen Kirchengemeinde ihre Waren an.

Eine Mini-Achterbahn zog ihre Kreise und auf den Kinderkarussells amüsierten sich die Jungen und Mädchen, während ihre Eltern und Großeltern eher ein adventliches Getränk kosteten. Am ersten Abend unterhielt das Blasorchester der Feuerwehr Gransee die Besucher mit adventlichen Liedern.

Am Tag darauf war dann schon festzustellen, dass die Verwaltung und die Wirtschaftsförderung um Ute Kupsch sich Gedanken zu einer Neugestaltung des Weihnachtsmarktes machen. Zum ersten Mal nahmen zwei Höfe teil, zum einen der Gewo-Hof an der Marktstraße, zum anderen das ehemalige Brauhaus an der Berliner Straße. Hier zeigte Anne Pries, wie alte handwerkliche Techniken am Webstuhl moderne Textilien gestalten können. Seit dem Frühjahr betreibt sie dort ihre Manufaktur und kann sich vor Aufträgen nicht retten. Näher am Marktplatz liegt der Gewo-Hof. Hier hatten Ines und Danny Jahn eine Zweigstelle ihrer Konditorei aufgebaut. Daneben wurde Kesselgulasch vom Wild angeboten. In den dahinterliegenden Räumen der Kunstfreunde Zehdenick konnten die Besucher Weihnachtskarten selbst gestalten, der Verein hatte sich dazu der Mitarbeit der Lychener Künstlerin Jutta Siebert versichert.

Doch nicht nur auf der Straße gab es viel zu entdecken. In der Weihnachtstube des Rathauses lud die Hobby-Konditorin Dörte Unger zum bereits zweiten Mal ins Weihnachts-Café ein. Sie bot selbst gefertigte Kuchen an. Ein besonderer Renner waren ihre Plätzchen, die schon das Prädikat „Süchtigmacher“ verdienten. Ebenfalls im Rathaus bot die Mühle Zabelsdorf Spezialitäten aus Schweden an, Brotaufstriche und auch Skulpturen aus Holz.

Zum Abschluss am Sonnabend stand ein weihnachtliches Singen auf dem Programm. Pfarrer Andreas Domke an der Gitarre und Lisa Hermsdorf stimmten bekannte und weniger bekannte weihnachtliche Lieder an.

In einer ersten Zwischenbilanz zeigte sich Dirk Wendland „nicht unzufrieden“. Der Regen sei zwar nicht eingeplant gewesen, doch ansonsten seien viele Besucher gekommen. Und was ist mit dem neuen Konzept? „Lassen Sie sich alle überraschen“, schmunzelte er und verschwand dann einfach im Getümmel.

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