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Kinderbetreuung
Kita-Anbau lässt auf sich warten

Rappelvoll: Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen bis Ende 2020 66 Kinder in der Herzberger Kita betreut werden. Ausgelegt ist sie eigentlich nur für 55 Mädchen und Jungen.
Rappelvoll: Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen bis Ende 2020 66 Kinder in der Herzberger Kita betreut werden. Ausgelegt ist sie eigentlich nur für 55 Mädchen und Jungen. © Foto: privat
Brian Kehnscherper / 11.12.2018, 06:00 Uhr
Herzberg (MOZ) Das Amt Lindow wartet auf einen Fördermittelbescheid für den Ausbau der Kita in Herzberg. Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen dort bis  Ende 2020 elf Kinder mehr betreut werden, als eigentlich Platz ist. Die Eltern werden ungeduldig.

Die Einrichtung ist für 55 Kinder ausgelegt. Derzeit werden dort 66 Mädchen und Jungen betreut. Lindow würde deshalb gerne einen Anbau errichten, um auch dauerhaft mehr Kinder aufnehmen zu können. Die Kosten dafür würden sich auf rund 470 000 Euro belaufen. 421 000 Euro hat die Verwaltung  aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) beantragt. Die restlichen Mittel sind bereits im Haushalt für dieses Jahr eingestellt worden. Doch bisher hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) noch kein Signal gegeben. Wie es aus dem Lindower Bauamt hieß, liegt bisher nur der Eingangsbescheid für den Antrag vor. Es sei aber bereits signalisiert worden, dass die Mittel nicht in der gewünschten Höhe bewilligt werden.

Für die Eltern ist die lange Wartezeit unbefriedigend. Bereits seit 2016 hoffen sie auf den nötigen Ausbau. „Die Plätze, die durch einen Anbau genehmigt werden könnten, sind dringend notwendig“, sagt der Elternvertreter Marcus Melzer. „Für Eltern, die das Geschwisterkind in der Kita unterbringend wollen, ist es besorgniserregend. Ihnen wurde schon geraten, ihr zweites Kind in Neuruppin unterzubringen, obwohl es einen Anspruch auf Geschwisterkinder geben solle.“ Melzer fühlt sich durch den Hinweis auf die nicht bewilligten Fördermittel Amt Lindow hingehalten. „Ein Interesse von amtlicher Seite scheint kaum zu bestehen, obwohl erhebliche Kosten auf das Amt zukommen würden, wenn Eltern ihr ausfallendes Gehalt beim Amt einklagen, weil sie keine Betreuung für ihr Kind haben und zu Hause bleiben müssten“, sagt er. (bk)

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