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Kommunalpolitik
Schlichter Zaun oder Blumenkübel

Symbolfoto eines Rednerpults
Symbolfoto eines Rednerpults © Foto: pixabay
Olaf Gardt / 11.12.2018, 22:45 Uhr
Beeskow (MOZ) Mit Fragen der Verkehrssicherheit und Verkehrsführung werden sich die Beeskower Stadtverordneten in der kommenden Woche befassen. Bei der letzten Sitzung in diesem Jahr geht es beispielsweise um eine Absperrung direkt hinter dem Dicken Turm.

Wenn Fußgänger direkt hinter dem Dicken Turm, im Bereich Musikschule und Schützenhaus, die Straße überqueren, kommt es schnell zu heiklen Situationen. Autofahrer, die aus der Stadt kommen, sehen die Fußgänger erst spät. Rechtzeitiges bremsen, selbst wenn man nur mit 30 km/h unterwegs ist, ist schwierig. Die Stadtverwaltung will deshalb in diesem Bereich eine Absperrung anbringen lassen.

Im Bauausschuss und auch im Haupt- und Finanzausschuss gab es für das Vorhaben bereits Mehrheiten. Umstritten ist allerdings die Art und Weise. Die Verwaltung favorisiert die Idee, die Absperrung in ähnlicher Form wie an der benachbarten Kreuzung  Breitscheidstraße/Schützenstraße zu bauen. Möglichst unauffällig und stabil. So sei es auch aus der Bevölkerung vorgeschlagen worden, heißt es in der Beschlussvorlage. Doch es gibt auch andere Ideen. Blumenkübel statt Gitter oder eine schmiedeeiserne Konstruktion, die zur historischen Stadtmauer passe beispielsweise. Das sieht man jedoch im Rathaus kritisch. Grund ist wieder der Dicke Turm, der, wie die gesamte Stadtmauer, unter Denkmalschutz steht.

Deshalb braucht die Stadt nach entsprechendem Beschluss durch die Stadtverordneten nicht nur eine verkehrsrechtliche Genehmigung für Gitter oder Ketten, sondern muss die Ausführung auch mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen.

Einfacher werden ein paar andere Änderungen, die für mehr Verkehrssicherheit sorgen sollen. So gilt der Beschluss, den Geh- und Radweg auf der östlichen Seite der Fürstenwalder Straße vom Lidl-Markt bis zum Kreisel Industriestraße weiter zu führen, als reine Formsache. Allerdings muss die Stadt dafür Flächen ankaufen. Die Maßnahme ist vor allem für Radfahrer wichtig, die in Richtung Fürstenwalde unterwegs sind, und derzeit  zweimal die Straßenseite wechseln müssen. Eine Mehrheit wird es wohl auch für  den Vorschlag geben, zu prüfen, ob ein Teileinzug der Radinkendorfer Straße denkbar ist, um eine Erweiterung des Spanplattenwerkes zu ermöglichen. Zwar gebe es keine aktuelle Bedarfsanfrage des Unternehmens Sonae Arauco, bestätigt die Verwaltung, allerdings könne sich das bei einem international aufgestellten Unternehmen schnell ändern. Dann wolle man vorbereitet sein.

Die öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beginnt am 18. Dezember um 18 Uhr im Rathaus.

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