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Nach Tod von Feuerwehrleuten
Staatsanwalt fordert Haftstraße

Ein Feuwehrmann wartet im Amtsgericht auf den Prozessbeginn. Mehr als ein Jahr nach dem Tod von zwei Feuerwehrmännern bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A2 hat vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel der Prozess gegen einen Lastwagenfahrer begonnen.
Ein Feuwehrmann wartet im Amtsgericht auf den Prozessbeginn. Mehr als ein Jahr nach dem Tod von zwei Feuerwehrmännern bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A2 hat vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel der Prozess gegen einen Lastwagenfahrer begonnen. © Foto: Bernd Settnik/dpa
dpa / 13.12.2018, 08:01 Uhr - Aktualisiert 13.12.2018, 11:57
Brandenburg an der Havel (dpa) Im Prozess um den Tod von zwei Feuerwehrleuten hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten gefordert. Der Angeklagte hätte bemerken müssen, dass er müde sei und reagieren müssen, so der Staatsanwalt vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel. Zudem forderte er den Erlass eines Haftbefehls. Als Grund nannte der Jurist Fluchtgefahr, da der 57-Jährige keine festen Bindungen und keinen Job habe.

Der Lastwagenfahrer soll für den Tod von zwei Feuerwehrleuten verantwortlich sein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor.

Laut Anklage hat er am 5. September 2017 mit seinem Sattelzug ein Polizeiauto und zwei Feuerwehrfahrzeuge gerammt. Dabei kippte ein Feuerwehrwagen um und begrub die zwei Männer im Alter von 23 und 38 Jahren unter sich. Ein weiterer Feuerwehrmann (23) wurde schwer verletzt. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war der Lastwagenfahrer übermüdet. Nach Aussage eines Gutachters im Prozess raste der Angeklagte damals ungebremst in die Unfallstelle.

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