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Vorsitzender der Fraktion im Landtag will offen diskutieren, ob der Ausbau weiterhin Sinn macht

Straßenbau
Grüne werten Umgang mit B198 als planlos

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa/Bernd Settnik
PM / 15.12.2018, 06:30 Uhr
Ziethen Der Grüne Landtagsabgeordnete Axel Vogel sieht die Landesregierung im Umgang mit dem Ausbau der B 198 bei Ziethen ohne Plan. Das macht der Fraktionsvorsitzende in einer Pressemitteilung deutlich. „Die Baustelle der B198 wurde vor kurzem als der BER der Uckermark bezeichnet. Dies ist für den Bauverlauf sicher eine zutreffende Beschreibung“, so Vogel. Zutreffend deshalb, weil zum Beispiel Deckschichten erst abgefräst und dann neu aufgebracht  werden mussten, da die geplante Trasse nicht fertig wurde. „Immerhin kann man die Straße aktuell wieder nutzen, der Schaden nach 15 Monaten Vollsperrung ist dennoch beachtlich“, gibt der Politiker zu bedenken.

Im Oktober hatte die Landesregierung den Bauauftrag mit der Firma Matthäi aufgehoben. Fertig sind nach einem Jahr Bauzeit gerade einmal 1,5 Kilometer Straße. Wirtschaftsunternehmen aus der Uckermark, durch die monatelange Umleitung besonders gebeutelt, haben ihrem Unmut bereits Luft gemacht.

Nun plane die Landesregierung schon die nächsten beiden Bauabschnitte, ohne nach der Pleite erst einmal die weitere Sinnhaftigkeit des Vorhabens zu prüfen, kritisiert Axel Vogel. Punkte, die seine Fraktion in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung wissen wollte, seien  nach deren Antwort weiter unklar. Es liege noch keine Endabrechnung der Kosten vor und es würden auch keine Gründe genannt, warum die Maßnahmen nicht fertig gestellt werden konnten. Ebenso gebe es keine konkrete Aussage zum Nutzen.

Die Landesregierung gebe an, weder die genaue Zeitersparnis der fertigen Strecken vorausberechnet zu haben, noch diese ins Verhältnis zu den während der Bauphase entstandenen Umwegen gesetzt zu haben. Die einzige neue Angabe der Landesregierung sei, dass der weitere Ausbau für die beiden Bauabschnitte, die vor und hinter dem Ort Groß Ziethen liegen, parallel erfolgen solle. Abschließend gebe es noch eine knappe allgemeine Mitteilung, dass eine durchgehende Radwegverbindung zwischen Joachimsthal und Angermünde geplant sei – so das Resümee des Grünen.

„Ich finde es zynisch nach dem bisherigen Bauverlauf an dieser Pannenbaustelle zu behaupten, an den Rahmenbedingungen für den Weiterbau hätte sich nichts geändert“, äußert sich Vogel. Als positiv wertet er eine schnelle Fertigstellung des Radweges.

Der Fraktionsvorsitzende fordert nun eine ergebnisoffene Diskussion zum weiteren Ausbau und dessen Sinnhaftigkeit.

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